Erschreckend

Nie hätte ich mir vorstellen können, dass mich meine Erinnerungen an die letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges und die der folgenden Flucht von Hinterpommern nach Mecklenburg heute wieder eingeholt haben und sehr belasten. Hinzu kommen die Wut und Enttäuschungen darüber, dass ein ehemaliger mindestens 150-prozentiger Kommunist, Putin, das Feuer gelegt und den verheerenden Krieg in der Ukraine zu verantworten hat. Kriege gibt es leider in der Welt immer noch und immer wieder, aber beinahe vor der eigenen Haustür, das ist erschreckend. Ich bin mit der Losung »Nie wieder Krieg« aufgewachsen und habe in meinen beruflichen und gesellschaftlichen Aktivitäten die Notwendigkeit der Erhaltung des Friedens in den Mittelpunkt gestellt.
Das Lied von der kleinen weißen Friedenstaube hat mich dabei immer begleitet. Nach der gesellschaftlichen Wende war es leider verschwunden und die Erhaltung des Weltfriedens war auch nicht mehr so wichtig in der nationalen und internationalen Politik. Der Kampf um die ökonomische, militärische und politische Vormachtstellung der mächtigsten Industriestaaten bestimmt, was wie in der Welt geschieht. Und der Versuch der Opposition, insbesondere der CDU, eine Mitschuld an den Ursachen des Krieges zum Beispiel der Ministerpräsidentin in MV »in die Schuhe zu schieben«, ist mehr als billig und primitiv.