Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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preisexplosion
Am Freitag, dem 04.09.2026, stieg der Preis für Super E5 bereits um 11:56 Uhr von 2,19 € sprunghaft nach oben. Heute, am Montag, folgte der nächste Schock: Der Preis kletterte innerhalb kürzester Zeit von 2,31 € auf 2,499 €. Das ist nicht nur ein Preisanstieg – das ist eine Frechheit und für viele Menschen eine offene Abzocke. Die Bundesregierung hatte angekündigt, „genau hinzuschauen“ und Preismanipulationen zu verhindern. Doch die Realität an der Zapfsäule zeigt: Es passiert nichts. Die Preise steigen weiter, oft ohne nachvollziehbaren Grund, und die Bürger bleiben völlig schutzlos zurück. Besonders auf Rügen, wo die Lebenshaltungskosten ohnehin überdurchschnittlich hoch sind, trifft diese Entwicklung Pendler und Familien mit voller Wucht. Viele Menschen arbeiten inzwischen nur noch, um sich den Weg zur Arbeit leisten zu können. Das ist sozialpolitisch untragbar. Ich frage daher: Wo sind unsere Bundespolitiker? Wo ist die Kartellbehörde? Warum lässt man die Bürger im Stich? Andere Länder – wie Polen – haben längst Preisdeckel eingeführt. Deutschland hingegen schaut zu, während die Preise explodieren. Es ist höchste Zeit, dass Politik und Behörden handeln. Die Bürger haben ein Recht auf Schutz vor überzogenen Preisen und vor Marktmechanismen, die außer Kontrolle geraten sind.mehr... -
nur-noch-radfahrer
Güstrow möchte Tourismusstadt sein. Der Inselsee wird als beliebtes Naherholungsziel und touristischer Hotspot beworben. Es gibt Angebote zum Baden, Wandern, Radfahren und sogar Bootsfahrten. Doch wenn man genauer hinschaut, stellt sich die Frage: Wo bleiben eigentlich die Touristen – und vor allem die Fußgänger? Am Inselsee scheint sich immer mehr alles auf den Radverkehr zu konzentrieren. Ein Radweg Pfahlweg – Schöninsel wird ausgebaut und gefeiert – aber wo ist der vernünftige Weg für Menschen, die einfach zu Fuß am See spazieren möchten? Nicht jeder Besucher kommt mit dem Fahrrad. Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen, Behinderte oder Menschen, die schlicht einen Spaziergang genießen möchten, brauchen ebenfalls attraktive und sichere Wege – wo bleiben die? Auch beim Thema Wasser stellt sich die Frage, wie ernst es mit dem touristischen Angebot gemeint ist. Ein See, der als Erlebnis- und Naherholungsziel beworben wird, sollte doch mehr bieten als einen Radweg rundherum. Ein Bootsverleih und die Kutterfahrten gehören schließlich ausdrücklich zum touristischen Angebot am Inselsee. Besonders bedauerlich ist der Zustand der Wasserwege und Kanäle. Bereiche wie Schwanenhals und Ziegenhals zum 3. See drohen zu verwildern. Wenn solche Verbindungen nicht gepflegt und zugänglich gehalten werden, geht ein wichtiger Teil des Erholungs- und Naturerlebnisses verloren. Wenn Güstrow wirklich mehr Touristen an den Inselsee bringen möchte, sollte man nicht nur darüber reden, sondern entsprechende Infrastruktur schaffen: vernünftige Fußwege, attraktive Aufenthaltsbereiche mit Gastronomie und ein dauerhaft sichtbares Freizeitangebot. Dem entgegen steht, dass private Bürgerinitiativen abgelehnt und noch zusätzlich bekämpft werden – so wie der beabsichtigte Abriss des Pumpenhauses am Pfahlweg. Augenscheinlich bleibt vom viel beschworenen „Tourismus-Hotspot Inselsee“ am Ende nur ein überdimensionaler Radweg im Uferbereich übrig, der nicht regulär („Auf eigene Gefahr“) von allen genutzt werden darf! Tourismus bedeutet nicht: freie Fahrt nur für Fahrräder. Es ist Zeit, den Inselsee wieder als das zu behandeln, was er sein sollte: ein attraktives Naherholungs- und Tourismusgebiet für alle.mehr... -
die-ddr-und-die-kriminalitaet
Frau Wörpel-Bauer erinnert sich an DDR-Zeiten aus der Perspektive des Nachhineins, was verständlicherweise mit dem Abstand auch eine gewisse Verklärung erfahren kann. Das geht uns allen so. Auf einen Punkt will ich aber eingehen, nämlich ihre Aussage, dass wir kaum Kriminalität gehabt hätten. War das wirklich so? … Kriminalität in einem Land wird an der Kriminalstatistik gemessen. Auch die DDR hatte eine solche. Auffällig war an dieser Statistik, dass die Kriminalitätsrate, d. h. die Zahl der Delikte im Verhältnis zu der Zahl der DDR-Bürger, sehr gering war. So entstand der Mythos, dass es in der DDR auch sehr viel weniger Kriminalität als in der Bundesrepublik gegeben habe (und hat). … Denn, die Kriminalstatistik wurde in der DDR aus politischen Gründen geschönt. In der DDR vertrat man seitens der Regierung die Auffassung, dass der Sozialismus weniger Kriminelle hervorbringe als der Kapitalismus. Das wollte man durch die Statistik untermauern. Schaut man sich die Statistiken verschiedener Jahre aber genauer an, so sind gewisse Auffälligkeiten zu bemerken, die auf Manipulation hindeuten. Und man wendete einen Trick an: Ab Juli 1968 bzw. mit dem neuen DDR-Strafgesetzbuch (nStGb) wurden bestimmte Delikte nicht mehr als Straftat gezählt. Bagatelldiebstähle, Beleidigung oder Hausfriedensbruch, also Straftaten, die in der Bundesrepublik in die Kriminalstatistik eingehen, wurden nicht mehr als Straftaten sondern als „Verfehlungen“ gezählt. Damit waren sie in der DDR nicht mehr Teil der Statistik. Außerdem wurden nicht alle Straftaten in der Kriminalstatistik gezählt: Der „ungesetzliche Grenzübertritt“, also die Flucht aus der DDR, die ja strafbar und besonders beim MfS sogar ein Schwerpunkt operativer Arbeit war, wurde nicht gezählt. So entstanden deutlich niedrigere Zahlen, als man erwarten würde. … Am häufigsten vertretenen Delikte waren übrigens Diebstahl, Verkehrsdelikte, „Rowdytum“ und Körperverletzung. Bestimmte Faktoren bedingten bei bestimmten Delikten niedrigere Fallzahlen. So gab es insgesamt weniger Diebstahl in der DDR, was jedoch maßgeblich auf ein geringeres Warenangebot in den Geschäften zurückzuführen ist, woran sich DDR-Bürger sicher gut erinnern. … In der DDR war die Kriminalität etwa vergleichbar hoch wie in der Bundesrepublik. Aus der Perspektive von Historikern verwundert das nicht, denn in allen Kulturen gab und gibt es Kriminalität. Selbst Kapitalverbrechen gab es in der DDR viel mehr, als man in den Medien wahrnahm. Das hatte damit zu tun, dass die DDR sich als der bessere deutsche Staat gegenüber der Bundesrepublik darstellen wollte und so nur das veröffentlicht worden ist, was sprichwörtlich schon die Spatzen von den Dächern pfiffen. In den Statistiken und Berichten von Kripo und Stasi sah es viel düsterer aus, als der normale DDR-Bürger erfuhr, waren diese Informationen grundsätzlich doch streng geheim. Es konnte nicht sein, was nicht sein durfte. … Das Bild, das die DDR-Regierung bewusst von ihrem Land entwarf und keineswegs der Wahrheit entsprach, wirkt bis heute nach, auch in der aktuell sehr verbreiteten Ostalgie, welches die eingangs erwähnte Verklärung mit befördert, selbst bei der überdeutlichen Mangelwirtschaft und der politischen Gängelei bis hin zur Repression, welche die DDR am Ende in Wahrheit als eine Diktatur kennzeichnet.mehr... -
sie-sind-wieder-unterwegs
Wenn es dunkel wird, schwärmen sie aus und beginnen mit ihrer ,,Arbeit". Sie besprühen frisch gestrichene Wände, ganze Züge der Bundesbahn und die wirklich schönen Graffitibilder von Künstlern. Und nun haben sie Hochkonjunktur, die Wahlplakate. Die laden doch förmlich ein zum Abreißen, Beschmieren oder Abbrennen. Nach getaner ,, Arbeit" wird zur Entspannung ein wenig im Stadtgebiet randaliert und geprügelt. Danach ist man so erschöpft, dass man am nächsten Morgen erst einmal ausschlafen muss. Um Geld braucht man sich ja keine Sorgen machen, man geht zum Amt. Wer nun glaubt, dass diese Typen jemals einer sozialpflichtigen Tätigkeit nachgehen werden, ist genauso auf dem Holzweg, wie diejenigen, die glauben, es geht ohne Kameraüberwachung und Polizeipräsenz. Im übrigen gab es schon zu DDR-Zeiten eine Polizeiwache im Rathaus am Markt.mehr... -
zuckersteuer
Unsere Regierung hat doch jeden Tag neue Ideen, um den Bürgern noch tiefer in die Taschen zu greifen. Nun soll es also eine Zuckersteuer sein. Zuerst sollten die Konzerne höher besteuert werden. Die Konzerne machen einen riesigen Profit, in den hochwertige Inhaltsstoffe durch billigen Zucker, Lebensmittelfarbe und Aromastoffen ersetzt werden. Dann ist die Werbung an der Reihe. Es ist schlimm, wenn schon Kinder in den Fokus der Werbung geraten. Werbung mit Kinder für Kinder. Muss das sein? Die Kinder können noch nicht lesen, kennen aber schon den Schokoriegel für Kinder, Kinderpudding, die "guten und fruchtigen" Trinkpäckchen und weitere ungesunde Genussmittel. Selbst Prominente schämen sich nicht, mit diesen süßen Zeug Werbung zu machen. Alle verdienen gut damit. Zahlen soll natürlich nur der Verbraucher. Ob es politisch klug ist, in diesen Zeiten die Bürger mit weiteren Steuern zu belasten, ist eine andere Frage.mehr...
