Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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eine-meinung-zum-leben-in-der-ddr
Hallo Herr Hofmann, ich musste Ihren Artikel zweimal lesen, um mich zu vergewissern, dass dies auch wirklich jemand geschrieben hat. Normalerweise kommen solche Kommentare von Menschen, die eher nicht »im Osten« aufgewachsen sind und die daher auch wenig über das Leben in der DDR wissen. Sie sagen in Ihrem Kommentar also folgendes: »Es waren die wenigen Menschen im Osten, die den Mut hatten, für ihre Freiheit auf die Straße zu gehen. Die Mutigen waren unter dem Strich nicht so viel DDR-Bürger.« Dann wissen Sie vielleicht mehr als ich. Ich kann mich jedenfalls daran erinnern, dass damals, nicht nur bei den Montagsdemos, in allen Städten sehr viele Menschen auf die Straße gegangen sind und ich hatte nicht das Gefühl, dass da nur wenige DDR-Bürger daran teilnahmen. Immerhin waren zu dem Zeitpunkt die Grenzen noch geschlossen. Auch muss ich Ihnen ernsthaft widersprechen, wenn Sie sagen: »Und so mancher glaubte dabei, das normale Leben mit halber Arbeitsleistung, bei vollem Lohn, nur jetzt mit D-Mark ginge so weiter.« Ich weiß ja nicht, bei welchem Unternehmen Sie damals gearbeitet haben, das Ihnen derart »soziale« Arbeitsbedingungen geboten hat. Ich jedenfalls habe, bis zur Privatisierung, in einer ziemlich großen Firma gearbeitet und nehme für mich in Anspruch, dass ich sowohl zu DDR-Zeiten, als auch noch viele Jahre danach, mit »voller« Arbeitsleistung mir meinen Lohn redlich verdient habe, egal, ob in Ost- oder West-Mark. Anders wäre das in dieser Firma überhaupt nicht denkbar gewesen. Und bei allen, die ich kenne, war es ebenso. Der Slogan »Privat geht vor Katastrophe«, war doch wohl eher als Witz, mit einem Augenzwinkern gemeint. Wenn es bei Ihnen also anders war, dann ist dies der Beweis, dass solche Aussagen, wie die Ihren, keineswegs zu verallgemeinern sind. Noch zwei Sätze zur Ehrlichkeit am Schluss Ihres Beitrags: Ich kenne sehr viele »Ostdeutsche«, die sich ehrenamtlich in Vereinen, Beiräten, bei den Tafeln, in Wohngebieten, bei Veranstaltungen, bei Kinder- und Sportfesten engagieren und dort aktiv mitarbeiten. Wie könnte man sonst die vielen Events organisieren, wenn da nicht die fleißigen, ehrenamtlichen Helfer im Hintergrund wären. Ich glaube, da brauchen wir uns nicht zu verstecken, zumindest hier in Rostock nicht.mehr... -
was-fuer-eine-sauerei
Habt ihr keinen Anstand? Unsere schöne Stadt wird einfach vermüllt. Ich gehe zur Bushaltestelle "Werner Seelenbinder Straße " in der Weststadt, gegenüber der Kongresshalle. Direkt an der Haltestelle liegen mehrere Hundebeutel (gefüllt). Dazu noch Zigarettenkippen. Was ist das für eine Sauerei. Verursacht durch unsere Bürger. Ich bin stolz auf unsere schöne Stadt. Wir sollten alle aufpassen, dass sie so schön und sauber bleibt. In der Weststadt gibt es einen Verein, der mehrmals im Jahr versucht, die Gehwege und Plätze von Unrat zu befreien. Es gehen über 80-jährige Mitglieder sammeln. Vielen Dank dafür. Und dann erlauben sich einige Wenige, ihren Dreck einfach mal hinzuschmeißen. Was soll damit bezweckt werden?mehr... -
landtagswahl-in-mv
Es bleibt zu hoffen, dass die CDU und der Kanzler ihre Lehren aus dieser Wahl ziehen, obwohl ich Zweifel hege. Wir Bürger sind nicht gegen Reformen, aber nicht nur auf dem Rücken der kleinen Leute. Alle zahlen in die Rentenkasse ein, ja auch Politiker und Beamte. Eine Krankenkasse für alle "Bürgerversicherung". Spekulationsgewinne werden genauso hoch besteuert wie Arbeitseinkommen. Komplett Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze und des Firmenwagenprivilegs. Sofortige Abschaffung der Überversorgung der Beamten. Keine Ansprüche auf eine Pension nach 4 Jahren Bundestag, die höher ist als die Rente der Arbeitenden nach 40 und mehr Jahren. Kein Kindergeld für Millionäre. Alleine mit diesen Maßnahmen könnten mittel - bis langfristig Milliarden eingespart und generiert werden. Das wären Reformen. Wo eine Partei der Besserverdienenden und Lobbyisten landet, sieht man an der FDP. Das sollte Warnung genug sein. Wir entscheiden an der Wahlurne. Ein weiter so wie von Herrn Merz angekündigt, tragen wir "kleinen" Leute nicht länger mit.mehr... -
ich-habe-es-satt
Welche Medien man auch nimmt, seit Tagen prasseln unaufhörlich sogenannte Expertenmeinungen auf mich ein, wie denn nun die Wahlergebnisse zu werten seien und was alles sein könnte. Ich bin erwachsen und politisch so reif, dass ich mir meine eigene Meinung bilden kann, die ich mit meiner Wahl zum Ausdruck gebracht habe. Je nach politischer Ausrichtung werden von den Experten immer neue Varianten des Regierens erdacht, um ja die alten Machtverhältnisse zu retten. Denn in einem sind sich alle einig, nämlich dass die AfD der Untergang des Abendlandes ist und keinesfalls an die Regierung darf. Dabei negieren diese Verteidiger der Demokratie, dass diese Partei mehr als ein Drittel die Stimme der Wähler erhalten hat und weiter auf dem Vormarsch auch in den westlichen Ländern ist. Dieses Ergebnis einfach nicht anerkennen zu wollen, ist zutiefst undemokratisch. Erkennt doch einfach die Realitäten an und sucht nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So will es der Wähler, und diesem Willen hat die Politik zu entsprechen. Bei Schiller heißt es in Wilhelm Tell: das Alte stürzt, es ändern sich die Zeiten, und aus den Trümmern keimt die neue Saat.mehr... -
symbolpolitik
Die Bundesregierung präsentiert der Öffentlichkeit eine Entlastung von 17 Cent pro Liter Kraftstoff und kündigt ab dem 01.01.2027 einen sogenannten Preisdeckel an. Bei aktuellen Preisen von nahezu 2,50 € pro Liter wirkt diese Maßnahme jedoch nicht wie eine ernsthafte Entlastung, sondern wie ein Versuch, die Bürgerinnen und Bürger mit symbolischen Beträgen zu beruhigen. Während die Ölkonzerne weiterhin Rekordgewinne erzielen, bleibt die strukturelle Belastung durch CO₂-Abgabe und Mehrwertsteuer unangetastet. Andere europäische Staaten zeigen, dass eine temporäre oder dauerhafte Absenkung dieser Steuern möglich ist – ohne dass der Staatshaushalt kollabiert. Gleichzeitig erklärt die Bundesregierung, ein wirksamer Preisdeckel würde rund 3,3 Milliarden Euro kosten. Diese Summe wird als untragbar dargestellt, während für internationale Rüstungs- und Unterstützungsprogramme Milliardenbeträge bereitgestellt werden. Es stellt sich die Frage, weshalb für zentrale Bereiche unseres Landes – Pflege, Gesundheit, Bildung, soziale Sicherung – angeblich kein Geld vorhanden ist, während internationale Verpflichtungen nahezu unbegrenzt finanziert werden. Deutschland befindet sich in einer Phase wirtschaftlicher Abschwächung. Zahlreiche Betriebe melden Insolvenz an, der ÖPNV kämpft mit hohen Dieselpreisen, und viele Bürgerinnen und Bürger wissen nicht mehr, wie sie die steigenden Lebenshaltungskosten bewältigen sollen. Wer in dieser Situation weiterhin vor allem im Ausland Prioritäten setzt, verkennt die Realität im eigenen Land. Es ist an der Zeit, dass die Bundesregierung ihre Verantwortung gegenüber den Menschen in Deutschland wahrnimmt: Senkung der CO₂-Abgabe, Absenkung oder Aussetzung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe, echte Entlastungen statt symbolischer Beträge, Stärkung der sozialen Infrastruktur, Priorisierung nationaler Stabilität vor internationalen Projekten. Ein Staat, der seine eigene Bevölkerung überfordert, verliert seine wirtschaftliche Basis und das Vertrauen seiner Bürger. Deutschland braucht jetzt Ordnung, Klarheit und politische Entscheidungen, die das Land wieder nach vorne bringen.mehr...
