Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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betroffene-ausgeschlossen
Die Regierung arbeitet fieberhaft an der Rentenreform, will sie etwas einlösen, das sie vormals versprochen hat. Dass daran gearbeitet werden muss, ist nicht bestritten. Auffällig ist die fieberhafte Eile, mit der die Reform durchgeboxt werden soll. Da streiten nun bis aufs Messer die Parteien, Verbände „bringen sich ein“ und jeder meint, seinen Senf dazu geben zu müssen. Die Millionen Bürger, die das betrifft, bleiben wie immer außen vor. Die Gedanken hätten langfristig formuliert und den Bürgern zur Beurteilung vorgelegt werden müssen, damit sie sich ein Urteil darüber bilden können. Und bei solch wichtigen Angelegenheiten würde ich mir direkte Demokratie wie in der Schweiz wünschen: Den Bürgern wird das Gesetzeswerk zur Abstimmung vorgelegt und sie entscheiden, ob sie damit einverstanden sind oder nicht. Wir haben zwar dafür ein Parlament, aber wie funktioniert denn das? Mögliche Abweichler werden vor der Abstimmung auf „Vordermann“ gebracht, damit die Regierung ihre Sache durchbekommt, und dann wird abgenickt und auch die parlamentarische Opposition bleibt außen vor. Entscheiden müssen die, die davon betroffen sind und nicht die, die nicht wissen, wie es im gesellschaftlichen Grundgefüge aussieht.mehr... -
tour-gen-boltenhagen
Traditionell endet das Frühjahrssemester unserer Akademie mit einer Tagesfahrt. Marlies Mucha als Organisatorin dieser Fahrten wählte diesmal Boltenhagen als Reiseziel aus. Die Stadt wurde als Longa Indago 1325 erstmals urkundlich erwähnt und heißt seit 1336 Boltenhagen, das seit 1929 den Titel „Ostseebad“ trägt, seit 1976 „Staatlich anerkannter Erholungsort“ ist und seit 1998 sich „Staatlich anerkanntes Seeheilbad“ nennen darf. 1840 gab es die ersten 10 Karren für Badegäste und 1855 besuchte Fritz Reuter erstmals den Badeort, den er mit den Worten zierte: „Wer mal sin Nerven will upfrischen, wer mal sin Sorgen möchte wegwischen, wer plägen will sinen Magen, die führt getrost nach Boltenhagen.“ Nachdem die beiden vollbesetzten Möllerbusse ihren Parkplatz gefunden hatten, enterten wir „Carolinchen“, die Bäderbahn, die uns liebevoll den Ort und Tarnevitz vorstellte. Im Hotel-Restaurant „John Brinckman“ wurde ein leckeres Mittagsmahl kredenzt. Anschließend fuhren wir nach Klütz zum Schloss Bothmer. Es wurde zwischen 1726 und 1732 von Johann Friedrich Künnecke im englisch-holländischen Stil erbaut und ist die größte erhaltene Barockanlage Mecklenburg-Vorpommerns. Bauherr war Reichsgraf Hans Caspar von Bothmer (1656 bis 1732), der Georg I. auf den englischen Thron verhalf und als Erster die legendäre Londoner 10 Downing Street (damals Bothmer House genannt) bewohnte. Bothmer starb vor der Fertigstellung des Schlosses. Diese beeindruckende Anlage erinnert nun seit fast 300 Jahren an ihren Bauherrn, der mit diesem Gebäude sein eigenes Denkmal schuf. Über dem Eingang ließ er sein Wappen, seine Initialen und sein Lebensmotto in goldenen Buchstaben anbringen: „Respice Finem – Bedenke das Ende“. Die Führung durch das Schloss hinterließ einen bleibenden Eindruck. Kaffee und Kuchen in der Orangerie verhießen Stärkung für die Rückfahrt. Die Teilnehmer der Fahrt hatten Gelegenheit, den Schlosspark zu besichtigen und nutzten die Zeit auch für viele persönliche Unterhaltungen, ist es doch immer eine Gelegenheit, Kontakte wieder aufzufrischen. Beiden Busfahrern sei herzlich für ihre Fürsorge gedankt. Karsten Möller feiert in diesem Jahr seinen 60-jährigen Busfahrerdienst – Herzlichen Glückwunsch!- und Arno Winter legte auf der Rückfahrt einen Film von Otto Albrecht auf, der uns Stralsunds Historie näher brachte. Ebenso herzlichen Dank! Es war eine wunderschöne Tagesfahrt, die allen lange in Erinnerung bleiben wird – nochmals Dank an M. Mucha für die perfekte Organisation der Tour.mehr... -
city-cube
Rostock bekommt also ein City Cube. Warum keine Begegnungsstätte oder eine Einrichtung zur Freizeitgestaltung? Was hat uns unsere Muttersprache getan, dass wir sie immer mehr durch englische Brocken ersetzen? Die Generation meiner Eltern hatte kein Englisch in der Schule. Kein Wunder, dass sich immer mehr ältere Menschen fremd im eigenen Land und in der Heimatstadt fühlen. Brauchen wir in Zeiten von Klimawandel und Hitzewellen dringend ein weiteres Bauwerk aus Glas und Stahl? Ist es nicht sinnvoller für mehr Grün, mehr Schattenplätze, mehr Wasserspiele und für mobile Spender für Trinkwasser zu sorgen?mehr... -
renten-reform
Diese Regierung kann also wirklich keine Reformen. Sie setzen Komissionen ein, die Vorschläge machen und dann wollen sie nur alles komplett übernehmen, weil sie fürchten, sich sonst wieder zu zerstreiten. Also alles oder nichts! Und so dient das alles nur der Minderung der Renten, denn durch späteren Renteneintritt werden faktisch die Renten gekürzt, denn kaum jemand geht wirklich mit 67 in Rente. Minijobs werden gestrichen und Nebenverdienst faktisch abgeschafft und die Beamten behalten ihren Sonderstatus, sie brauchen auch künftig nicht einzahlen und bekommen die höchsten Pensionen, durchschnittlich 3.200 Euro im Monat, und zahlen gar nichts ein. So kann das keine gescheite Rentenreform werden. Da wird es noch genug Diskussionen und Streit geben. Der Drops ist für Merz und Bas noch nicht gelutscht. Ich erwarte massiven Protest durch Gewerkschaften und Volk. Wenn nicht endlich alle einzahlen müssen, wird es keine gerechte Lösung geben!mehr... -
nicht-mein-land-oh-doch
Herr Statzkowski sagt etwas sehr Wichtiges. Die Fahne unseres Landes ist nicht rechts, gehört den Rechtsextremen nicht, auch wenn sie versuchen, sie zu vereinnahmen. Sie ist in der Tat ein Teil unserer deutschen Nation. Sie ist nicht dazu da, sich über andere zu erheben und wie eine Monstranz ständig vor sich herzutragen, sondern steht für Freiheit. Sie ist die Fahne unserer Republik und unseres Staatsvolkes, ganz gleich, wo jemandes Wiege mal gestanden hat. Die Fußball-WM zeigt das nur zu deutlich. Unsere Nationalmannschaft hält die Fahne hoch. Neuer, Groß, Nmecha, Kimmich, Rüdiger, Brown, Tah, Schlotterbeck, Amiri, Undav, Beier, … halten sie hoch! Unsere Fans tun dasselbe. … Herrn Höcke dürfte das alles sicher nicht gefallen, stellt er doch nicht nur unsere Nationalmannschaft als solche infrage, sondern neuerdings gar die deutsche Identität aller Deutschen der ehemaligen alten Bundesländer. Der schlechte Witz an der Sache ist, dass er selbst wie auch weitere führende Mitglieder seiner Partei aus diesen Bundesländern stammt und somit von ihm zu deutschsprachigen Amerikanern erklärt werden, hoffend, so eine weitere Spaltung der Gesellschaft zu erreichen. Aber die WM gibt andere Signale. Unsere Fahne spaltet nicht, sondern sie eint! Trotz der Rechtsextremen! Trotz des Herrn H.! … Wählt weise!mehr...
