Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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armes-deutschland-2
Ich weiß nicht, woher Anonymus aus Rostock es hernimmt, dass Deutschland kein reiches Land sei. Und ich weiß nicht, woher er es nimmt, dass in reichen Ländern es keine Altersarmut, keine Kinderarmut, kein Pflegenotstand, keine maroden Schulen gibt etc. und dass darüber keiner spräche. Woher Anonymus die doch etwas sehr simple und vage Gewissheit hat, dass es Millionen gäbe, die nichts in die Krankenkassen einzahlen, aber die volle Versorgung genössen, bleibt nebulös. Und mehr noch auch seine absurde Behauptung, Cannabis sei freigegeben worden, „damit die Leute nicht viel nachdenken und diese unfähigen Politiker wählen“ - noch nebulöser im wahrsten Sinne des Wortes. Es hätte nur noch gefehlt, dass er meint, AfD zu wählen sei hingegen logisch und vernünftig, so also hätten Rechtsextreme jemals Gutes für Land und Leute gebracht. Und der Nebel der Vergangenheit mit der Huldigung des DDR-Regimes setzt noch einem oben drauf. Fehlt nur noch das Absingen der DDR-Hymne wie vor Tagen in Dessau. … Und eh ich’s vergesse: Anonymus zitiert eingangs Heine mit jenem „Denk ich an Deutschland in der Nacht, …“ und übersieht, weil anscheinend nicht weitergelesen wurde, dass diese Passage sich nicht um die politische Situation seiner fernen Heimat dreht, sondern nur und ausschließlich um die Sehnsucht nach seiner Mutter. In diesem Falle literarischen Offenbarungseids ist vor einiger Zeit öffentlich-rechtlich medial auch ein Herr Chrupalla getappt und über die eigenen Füße peinlich gestolpert.mehr... -
noergler-wegtreten
Ein mecklenburger Spruch lautet: "Sup di dun und fret di dick und hol din Mul von Politik." So hätte Kanzler Merz wohl gern die Bürger des Landes. Wie kann man es anders verstehen, wenn er seine Aussage vom Parteitag der CDU in NRW, im Sommerinterview des ZDF wiederholt, dass er die Nörgler, Kritiker, Besserwisser und Schlechtredner seiner Regierung einfach satt habe. Dass ihm diese Menschen nicht gefallen, ist menschlich verständlich, wer mag schon Kritik, aber wenn man schlecht regiert, dann darf man dafür kein Lob erwarten. Und sein ewiges Schönreden und Versprechen, dass nun aber alles nach vorn geht, macht die Sache nicht besser. Das Kriterium der Theorie bleibt nun mal die Praxis. Und dass er im Gespräch beim ZDF zur Causa Spahn nicht dessen Handeln grundsätzlich verurteilt, sondern nur bekkagt, nicht ausreichend Zeit gehabt zu haben, darauf zu reagieren, spricht Bände. Öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken. Der Bürger soll lieber ... siehe oben.mehr... -
spahns-doppelmoral
Dass auch homosexuelle Paare sich ein Kind wünschen, ist sicher zu verstehen. Dafür gibt es in Deutschland mehrere Möglichkeiten. Absolut verboten ist aber die Leihmutterschaft. Das weiß auch Spahn sehr genau. Trotzdem hat er aber anders gehandelt und sich ein Kind in den USA gekauft, denn anderes ist Leihmutterschaft nicht. Man nutzt eine Frau als Brutkasten und kauft dann das Ergebnis wie eine Ware. Einfach Menschenhandel! Um so verwerflicher ist dieser Skandal, weil gerade die CDU/CSU, und auch Spahn persönlich, sich immer am lautesten dagegen ausgesprochen haben und die Gesetze dazu geschaffen haben. Wenn er jetzt sagt, das wäre eine ganz persönliche Angelegenheit, dann offenbart er eine schändliche Doppelmoral. Wenn das so einfach ist, dann kann sich künftig jeder darauf berufen. Man kann zur Sache stehen wie man will, aber Gesetze gelten nun mal für alle. Aber es stimmt wohl: Wir sind alle gleich, aber manche sind etwas gleicher. Glaubhafter macht das Politik nicht!mehr... -
rostock-doch-keine-schmuddelstadt-2
Zu den Leserbriefen »Rostock = Schmuddelstadt«, BLITZ vom 21. Juni, und »Sauberkeit in Rostock«, BLITZ vom 28. Juni So kann man das nun auch wieder nicht sagen. Es gibt schon einige »spezielle« Ecken in der Stadt, vielleicht nicht unbedingt im Stadtkern, aber ich kenne doch einige Standflächen von Glas- und Papiercontainern, die oft vor Müll überquellen und mit Restmüll zugeschüttet sind, sodass man sich fragen muss: Was ist denn hier los? Wer glaubt denn da, einfach seinen Müll in den freien Raum schütten zu können, damit ihn andere wegmachen? Und ganz spontan fällt mir dazu die Containerstelle Ecke Herweghstraße ein. Gut, es wird dort in Abständen mit Steuergeldern wieder sauber gemacht, aber letztendlich ist es eine »regelmäßige« Zumutung für die Anwohner. Eine Sammelstelle für Glas, Papier und Pappe. Was ist da nicht zu verstehen? Auch ein Containerplatz in der Paulstraße ist mir da schon oft negativ aufgefallen. Und jeder kann sich an die Vorgänge im Südstadt-Center und Klenow-Tor erinnern, die hoffentlich nun »Geschichte« sind. Aber es geht ja nicht nur um die Müllecken in der Stadt. Ganz besonders schlimm finde ich die unkontrolliert und furchtbar besprühten Hausfassaden, besonders in der KTV, die den Eindruck eines schmuddeligen Viertels bei Einwohnern und Besuchern hinterlassen. Oft liegen auch Papierfetzen und Plastikteile auf Straßen und Gehwegen herum. Das sogenannte »Szene-Viertel« hat so viele kulturelle und interessante Besonderheiten zu bieten. Ich finde es einfach schade, dass es durch die beschmierten Häuserwände so in Erscheinung tritt. Eine sehr präsente Müllhalde fällt mir zum Schluss aber doch noch ein. Sie befindet sich nicht in der Innenstadt, ist aber deshalb nicht unwichtiger. Ich spreche von der »Müllhalde« auf dem Innenhof des Sieben-Geschossers in Langenort (dem ehemaligen Reedereigebäude/ehemaligen Flüchtlingsheim), die in der Hitzeperiode, bei 37 Grad, bestimmt gen Himmel gestunken hat. Diese Ansammlung besteht schon seit Jahren, zunächst in zwei Baucontainern, die aber im vergangenen Jahr ausgeschüttet und abgeholt wurden. Seitdem liegt der Müll auf der Rückseite des Hauses auf der Erde verstreut, für Ratten und Wildschweine eine wahre Fundgrube. Weiterer Einrichtungsmüll kam hinzu und bei Wind und Wetter fliegen Papier und Plastik nicht selten über den Zaun auf die Nachbargrundstücke oder auf gegenüber liegende freie Flächen. Auch auf »Klarschiff Rostock« wurde schon mehrfach auf diese Situation hingewiesen. Der letzte Eintrag ist vom 28. Mai 2025, also seit mehr als einem Jahr. Passiert ist bisher – leider nichts! Es ist ja richtig, dass es überall Ignoranten gibt, die ihre Zigarettenkippen und ihren Kaugummi an Haltestellen und vor Geschäften breittreten müssen oder die ihren Müll illegal in Wäldern abladen, aber es wäre doch schön, wenn jeder ein bisschen mehr Verantwortung für die Umwelt und die Sauberkeit in der Stadt zeigen würde. Darüber muss man einfach sprechen!mehr... -
nicht-zu-uebersehen
Zu den Leserbriefen »Rostock = Schmuddelstadt«, BLITZ vom 21. Juni, und »Rostock ist nicht dreckig«, BLITZ vom 5. Juli Der Leserbriefschreiber vom 21. Juni hat doch Recht. Ich weiß nicht, wo Herr Christian K. wohnt und ob er über die vielen Schmuddelecken hinwegsieht. Ich gebe dem Briefeschreiber vom 21. Juni recht, unsere Stadt ist sehr schmutzig geworden. Ich bin kürzlich mit der Straßenbahn gefahren, was da alles im Gleisbett gelegen hat, und habe so für mich gedacht, warum entsorgen die Leute nicht ihren Müll in die entsprechenden Behälter, auch für Zigaretten ist was da. Ich gebe Ihnen Recht Herr Christian K. – Rostock ist wirklich eine schöne Stadt – aber die Schmuddelecken sind nicht zu übersehen ... Ich weiß nicht, das viele Leute einfach was fallen lassen und sich nicht daran stören, ob es vielleicht mich nur stört? Ich habe für so ein Gebaren kein Verständnis. Ich war schon lange nicht in Polen und kann dazu nichts sagen, aber ich frage Sie, Herr Christian K., was hat die Wasserqualität mit dem ganzen Schmutz zu tun?mehr...
