Mecklenburger Blitz
In der Mecklenburger Blitz Verlag und Werbeagentur GmbH & Co. KG erscheint mit einer Gesamtauflage von über 800.000 Exemplaren in sieben Verlagen und 19 Ausgaben flächendeckend das auflagenstärkste Anzeigenblatt in Mecklenburg-Vorpommern. Wir sind der kompetente Partner und wirkungsstarke Werbeträger der lokalen und regionalen Wirtschaft vor Ort.
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Leserbriefe
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tier-und-mensch
Am 9. Juli 2026 unternahm ich, nach langer Planung, einen Besuch auf dem Robbenforschungszentrum der Universität Rostock. Vorbereitung ist für mich (88 Jahre), »meinen Rollator« und meine Begleitperson immer wichtig! Nun erlebten wir ein Fiasko der besonderen Art. Die Musik aus der Warnemünder »Strandkultur« erreichte uns in voller Stärke, so als ob ein Gerät neben unseren Ohren stand. Die Wahrnehmung der Tiere in ihrer Lebensart und auch in ihrer eigenen Sprache konnten wir nicht wahrnehmen. Diese sensiblen Tiere sind bereits durch die Zunahme des Schiffsverkehrs, auch in Hohe Düne, sehr belastet! Auch die Führungen durch die Studenten waren für uns nicht mehr verständlich hörbar – sehr, sehr traurig für Mensch und Tier. Bisherige Bemühungen des Professors dieser Einrichtung, eine kleine Beruhigung zu finden, waren umsonst. Mir ist nicht verständlich, warum vernunftbegabte Menschen keine Lösung für eine Linderung schaffen können. Irgendwann werden uns diese Tiere nicht mehr erfreuen können! Nebenbei: In diesen Monaten des Jahres muss die Einrichtung auch Geld verdienen. Wo bleiben Verständnis und Bildung?mehr... -
nicht-unser-krieg
Während der Protest gegen Rüstungswahn und Völkermord wächst, dreht sich die Konfrontationsspirale immer weiter. Die NATO-Staaten rüsten unter Kommando des 80-jährigen Trump gegen Russland und China auf. Die 27 EU-Staaten haben 2025 ein Handelsdefizit zu China von 360 Milliarden Euro erreicht, das sorgt für »Frust« und »Belehrungsversuche«. Die wirtschaftliche Abhängigkeit der EU zu den USA wuchs in den letzten Jahren, auch durch die Sanktionspolitik gegen Russland und der damit verbundenen wirtschaftlichen Talfahrt. In Deutschland, Frankreich, Benelux, Großbritannien und der Schweiz sind amerikanische Finanzinvestoren, wie Blackrock, Vanguard oder Capital Group, Anteilseigner an wichtigsten Unternehmen und Banken. Profitinteressen vernichten Arbeitsplätze und versenken Steuergelder in Rüstung. Trumps Regierungsinteressen sind Interessen des Finanzkapitals. Im »Lichte« des 250. Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung der USA vom einstigen Kolonialherren Großbritannien werden weltweit Kriege um Einfluss und Rohstoffe geführt. 850 Militärstützpunkte in 80 Staaten verursachen enorme Kosten. 496 Kriege führten die USA, nur 5 auf Beschluss des Kongresses. Schopenhauer (1788 bis 1860) sah den Ursprung von Kriegen in »Diebesgelüst«. In der EU wird mit dem Narrativ manipuliert, wenn die USA sich aus Europa zurückziehen, sind wir nicht mehr sicher. Die USA brauchen die EU weiter als Drehscheibe für Drohneneinsätze und Waffentransporte. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die wirtschaftliche und militärische Abhängigkeit historisch gewachsen. Henry Kissinger schrieb in »Staatskunst«: »Adenauer machte aus der Unterwerfung eine Tugend.« Trotz propagandistischer Dauerbearbeitung zur »Kriegstüchtigkeit« scheint mit der Aussicht in einem künftigen Krieg gegen Russland »die Schützengräben (und Massengräber) zu füllen« (jw 21. Juli 2026) die Bereitschaft dazu nicht so ausgeprägt zu sein, wie medial propagiert. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), am 20. Juli 2026, 402 Kriegsdienstverweigerer hätten im ersten Halbjahr widerrufen. Die Woche zuvor: Anzahl der Kriegsdienstverweigerer ist von 3.000 im Jahr 2024 auf 6.000 im ersten Halbjahr 2026 gestiegen. Welt am Sonntag: Für den Pistorius Leuchtturm »Litauen-Brigade« fehlen noch 2.000 Freiwillige zu den geforderten 5.000. In anderen Einheiten sind Personalbestände unter 50 Prozent bis 30 Prozent des vorgesehenen Personalbestandes. Welchen Sinn macht Krieg, wessen Freiheit soll verteidigt werden. Der Bruder meines Vaters schrieb im September 1941 an seine Eltern: »In dieser unwirklichen Steppe Nähe Kiew möchte ich nicht begraben sein.« Es war der letzte Frontbrief.mehr... -
begruenung-neuer-markt
Ich schließe mich dem Leserbrief vom 19. Juli 2026 an – die Bäume spenden keinen Schatten, die Pflanzkübel sind dürftig bepflanzt und mit grauen Schottersteinen versiegelt, die Sitzmöbel ohne jeglichem „Komfort“, wie zum Beispiel einer Rückenlehne. Die Ausführung passt zu der Skulpturengruppe. Es fehlt gänzlich ein Bezug auf die historische Identität und das alles auf einem zentralen Platz der Stadt. Ich bin schlichtweg enttäuscht. Der Ansatz ist ein richtiger, die Ausführung weit unter dem, was im Vorfeld angekündigt wurde, wie mehr Aufenthalts-QUALITÄT.mehr... -
armes-deutschland-2
Ich weiß nicht, woher Anonymus aus Rostock es hernimmt, dass Deutschland kein reiches Land sei. Und ich weiß nicht, woher er es nimmt, dass in reichen Ländern es keine Altersarmut, keine Kinderarmut, kein Pflegenotstand, keine maroden Schulen gibt etc. und dass darüber keiner spräche. Woher Anonymus die doch etwas sehr simple und vage Gewissheit hat, dass es Millionen gäbe, die nichts in die Krankenkassen einzahlen, aber die volle Versorgung genössen, bleibt nebulös. Und mehr noch auch seine absurde Behauptung, Cannabis sei freigegeben worden, „damit die Leute nicht viel nachdenken und diese unfähigen Politiker wählen“ - noch nebulöser im wahrsten Sinne des Wortes. Es hätte nur noch gefehlt, dass er meint, AfD zu wählen sei hingegen logisch und vernünftig, so also hätten Rechtsextreme jemals Gutes für Land und Leute gebracht. Und der Nebel der Vergangenheit mit der Huldigung des DDR-Regimes setzt noch einem oben drauf. Fehlt nur noch das Absingen der DDR-Hymne wie vor Tagen in Dessau. … Und eh ich’s vergesse: Anonymus zitiert eingangs Heine mit jenem „Denk ich an Deutschland in der Nacht, …“ und übersieht, weil anscheinend nicht weitergelesen wurde, dass diese Passage sich nicht um die politische Situation seiner fernen Heimat dreht, sondern nur und ausschließlich um die Sehnsucht nach seiner Mutter. In diesem Falle literarischen Offenbarungseids ist vor einiger Zeit öffentlich-rechtlich medial auch ein Herr Chrupalla getappt und über die eigenen Füße peinlich gestolpert.mehr... -
noergler-wegtreten
Ein mecklenburger Spruch lautet: "Sup di dun und fret di dick und hol din Mul von Politik." So hätte Kanzler Merz wohl gern die Bürger des Landes. Wie kann man es anders verstehen, wenn er seine Aussage vom Parteitag der CDU in NRW, im Sommerinterview des ZDF wiederholt, dass er die Nörgler, Kritiker, Besserwisser und Schlechtredner seiner Regierung einfach satt habe. Dass ihm diese Menschen nicht gefallen, ist menschlich verständlich, wer mag schon Kritik, aber wenn man schlecht regiert, dann darf man dafür kein Lob erwarten. Und sein ewiges Schönreden und Versprechen, dass nun aber alles nach vorn geht, macht die Sache nicht besser. Das Kriterium der Theorie bleibt nun mal die Praxis. Und dass er im Gespräch beim ZDF zur Causa Spahn nicht dessen Handeln grundsätzlich verurteilt, sondern nur bekkagt, nicht ausreichend Zeit gehabt zu haben, darauf zu reagieren, spricht Bände. Öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken. Der Bürger soll lieber ... siehe oben.mehr...
