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Nicht in Ordnung

Antwort auf den Leserbrief "OB einer deutschen Universitätsstadt ?" vom 03.05.2020

Sehr geehrter Herr Stäblow, ich finde es nicht in Ordnung, wie Sie über die Äußerung des Boris Palmer urteilen. Man darf in dieser Gesellschaft anscheinend nicht mehr seine Meinung äußern oder sich berechtigte Fragen stellen, ohne gleich von Leuten wie Ihnen angegriffen zu werden. Und gleichzeitig unterstellen Sie, er sei doch besser in der AfD aufgehoben als bei den Grünen. Ich finde es empörend, wie Sie damit die AfD in eine Schublade stecken, als wären das alles Menschenhasser!!! Nur zu Ihrer Information, auch die AfD ist eine demokratische Partei, die nur das beste für das Volk will, nur mit anderen Prioritäten als die Links/Grünen. Ich frage mich, warum darf man in diesem Land nicht das Handeln der Politik hinterfragen? Es wird hier nur noch Merkelfreundlich berichtet und jede andere Meinung runtergemacht oder erst gar nicht veröffentlicht. Haben Sie sich mal gefragt, was mit der Wirtschaft passiert, wenn diese Sperren noch lange so weiter gehen? Wie viele kleine Unternehmen im Handel, im Tourismus, der Gastronomie und Hotelerie aber auch viele andere dann Pleite gehen, weil sie hoch verschuldet sind und weil ihnen von der Politik die Möglichkeit genommen wird, dass Geld zu verdienen, das sie brauchen, um ihre Raten bezahlen zu können. Für abertausende steht die Existenz und somit ihr Leben auf dem Spiel. Sie sind dann ruiniert, können die Kredite nicht mehr bezahlen und haben für den Rest ihres Lebens enorme Schulden, die sie nie mehr tilgen können. Für diese jungen Menschen ist das Leben auch förmlich zu Ende. Wollen Sie, Herr Stäblow, die Verantwortung für das Leben dieser tausenden jungen Menschen übernehmen, die sich dann womöglich psychisch erkrankt, das Leben nehmen? Und nichts anderes hat Herr Palmer mit seiner Aussage gemeint! Man muss sich fragen, ob diese übervorsichtige Politik der Regierung Merkel noch Verhältnismäßigkeit wahrt. Niemand will ein Leben gegen ein anderes in Frage stellen, doch kann man sich auch nicht der Verantwortung entziehen, in dem man behauptet so zu handeln, weil man Leben retten will und gleichzeitig massenhaft anderes Leben in Gefahr bringt , was sich aber womöglich erst Monate später als Fehler erweißt.

Rainer Gutz, Neubrandenburg, 06.05.2020

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