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Weckruf, Ideen zur Einheit ...

Ich möchte mich mit diesem Schreiben zur Sache melden. Ich wünsche Ihnen allen ein friedliches, neues Jahr. Vor allem Gesundheit, Glück und Lebensfreude auf Ihrem weiteren Lebensweg. Endlich sind wir nach über 35 Jahren wieder ein Deutschland. Voller Hoffnung und Freude sind wir in die Einheit gestartet. Doch in der Zwischenzeit hat uns der Alltagswahnsinn erreicht. Sachlich gesehen, haben wir die Einheit in vielen Bereichen noch nicht erreicht. Die immer noch benutzten Begriffe Ost und West sind dafür ein Beleg. Um das Unwort zu nennen, wir sind noch in der »Zweiheit«. Die Ernüchterung hat uns inzwischen eingeholt. Man hat uns ein System übergestülpt, das man so nicht wollte. Was gut war, wurde nicht übernommen. Arbeitslosigkeit, hohe Steuern, erhöhte Preise in allen Bereichen (Mieten, ungleiche Löhne) plagen den deutschen Michel, um nur einiges zu nennen. Jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen. Sieht Einheit so aus? Eins ist in den Köpfen stark verankert: Man sagt stets, wir in der DDR konnten uns keine Werte in Form von Rücklagen schaffen. Durch die geringen Löhne war dies auch nicht möglich. Man sagte uns, die geschaffenen Werte gehen über in die Volkswirtschaft, sie sind Eigentum des Volkes, also eines jeden Einzelnen. Die vom Volk geschaffenen Werte hat man mit der Begründung, alles sei marode, verramscht, was oft nicht stimmte. Man hat damit auch Konkurrenten ausgeschaltet. In Worten gesagt, man hat ein ganzes Volk enteignet. Eine bekannte Frau, die jene Enteignungen vollzogen hat, ist mit einem hohen Orden zu Ehren gelangt. Im Osten wertet man dies als Nichtanerkennung und Demütigung. Durch die Einheit haben die alten Bundesländer den Impuls zum wirtschaftlichen Aufschwung erhalten. Davor standen einige auch schon vor einem Kollaps. Durch diesen neuen wirtschaftlichen Aufschwung hat man erneut das Wirtschaftswunder zum Blühen gebracht. Man muss schon die Feststellung treffen, die Marktwirtschaft ist nicht das Gelbe vom Ei. Sie dient Spezies, die nach Art der Raubritter den Leuten das Geld aus den Taschen ziehen. Ein jeder macht seine Preise, wie er möchte. Den Staat stört das nicht, den politischen Eliten ist das scheinbar egal. Je höher die Preise, um so mehr Steuern fließen in die Staatskasse. Die Altparteien nehmen des Volkes Willen schon lange nicht mehr wahr. Sie kämpfen nur um ihr Dasein, da ist jegliches Mittel recht. Wir hatten einmal einen K. von Schnitzler, der uns auf Linie bringen sollte. Heute sind es eine Maybritt Illner, ein Markus Lanz und viele andere kluge Köpfe, die uns in Debatten und Talkshows sagen, wie die Linie ist. Das muss man nicht haben. Unmengen von Steuergeldern werden verpulvert. Gelder, die hier bei uns dringend gebraucht werden. An die vom Volk gewählten Politiker: Macht ein gerechtes, lebenswertes Deutschland auf allen Ebenen. Man kann vieles erreichen, wenn man es nur will. Die Streitereien und das Machtgerangel im Bundestag kann man auch nicht ertragen. Offenheit und Ehrlichkeit zur sachlichen Realität wären auch angebracht. Durch eine Staatsführung, die friedlich und mit Vernunft regiert, ist ein Wirtschaftswachstum ohne Krieg möglich. Betrachtet man die augenblickliche Lage, wird sie durch Aufrüstung bestimmt. Durch unsere Geschichte haben wir erfahren, wohin dieser Weg führt. Diese Steuergelder füllen doch nur die Taschen der Scharfmacher. Steckt die Gelder lieber in das Wohl des Volkes, es hat es verdient. Mit immer neuen Steuern presst man die Bürger aus. Es trifft doch immer die, die schon wenig haben. Macht eine Politik für die Bedürfnisse der Menschen. Ist das vollzogen, haben wir die reale Einheit erreicht. Reformiert den Staat neu.

Ulrich Ommer, Rostock, 23.02.2026

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