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< Zurück zur ÜbersichtDenkzwerge für Konfrontation
Sie, die die Welt in Gut und Böse teilen, werden nicht weniger. In München hat US M. Rubio wenig gesagt, die UN ist zerlegt und solange die Welt macht, was Trump verlangt, ist alles gut. Die EU und der Kanzler fürchten alleingelassen zu werden und heizten dem Münchener Rüstungslobbytreffen schon Tage zuvor den warmen Ofen (Geldregen). Zwei Tage zuvor beschloss das EU-Parlament 90 Milliarden Euro für die UK, die »Rückzahlung« ist ein Treppenwitz. In 2025 kürzten die USA die Militärhilfe für die UK um 99 Prozent. Deutschland fing mit 9,01 Milliarden am meisten auf. 2026 wird die NATO mit 1,6 Billionen Dollar die höchsten Rüstungsausgaben seit Bestehen (1949) für die »Weltordnungsmacht« (K. Kallas) ausgeben. Merz erneuerte seinen Führungsanspruch und will die stärkste Armee in Europa und freut sich über die größte BW-Truppe »außerhalb« des deutschen Territoriums. Nur, es ist kaum Bereitschaft unter jungen Soldaten, die Pistoriustruppe 40 Kilometer vor der russischen Grenze in Lettland zu stärken. Erfreulich der chinesische Außenminister Wank Yi: Wir sind »am Scheideweg«. Einige Länder heben die Unterschiede in Geschichte und Gegenwart hervor. Wir brauchen Lösungen durch ehrliche Zusammenarbeit, wir leben in einer »multilateralen Welt«, in der alle die gleichen Regeln befolgen müssen. Über 60 Konflikte/Kriege bereiten gegenwärtig viel Leid. Für einen dauerhaften Frieden müssen in der UK die Ursachen beseitigt werden. Die UN wurde geschaffen, um Frieden zu erhalten, sie ist nicht perfekt und muss reformiert werden. Die Journalisten dieser Konferenz versuchten meines Erachtens zu polarisieren, Beispiel Taiwan: Seit 1949 ist UN Konsens – Einchinapolitik und Israel/Palästina – Zweistaatenlösung. Es hält sich das Narrativ vom vierjährigen UK-Krieg, er besteht seit 2014! Im Dezember 2021 unterbreitete der Kreml Vorschläge zur Bürgerkriegsbeendigung, keine Reaktion des »Westens«. Was bleibt ist Leid, Zerstörung und Profite für die Rüstungsmafia.
Jürgen Schwarzenberg, Ludwigslust, 17.02.2026