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Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn

Nach dem Angriff auf einen Bahnmitarbeiter und den nicht mehr zu ignorierenden Staftaten bei der DB sollen nun Sicherungsmaßnahmen beschlossen werden, um Gewalttaten gegen das Personal der Bundesbahn einzudämmen bzw. zu verhindern. Obwohl dieser Sicherheitsgipfel eine wichtige und richtige Maßnahme ist, um handlungsfähig gegenüber diesen Straftaten zu werden, die im Zusammenhang mit der Bahn stehen, führt er letzten Endes nicht dazu, die eigendlichen Ursachen der überbordenden Straftaten aufzuhalten bzw. entscheidend zu verringern. Wenn Fahrscheine in der Bahn nunmehr von zwei Zugbegleiter mit absolvierten Verhaltens- und Deeskalationskurs kontrolliert werden, die mit Bodycams und besserer Schutzausrüstung ausgestattet sind, mag es das Sicherheitsgefühl dieser Angestellten der DB ein wenig erhöhen. Dass es nunmehr im Ermessen der Zugbegleiter liegen soll, ob Ausweise in DB Regiozügen kontrolliert werden, um die nach Aussage der Bahnchefin "Situationen mit hohem Eskalationspotenzial" zu vermeiden, ist als sicherheitspolitische und sozialpolitische "Bankrotterklärung" der DB zu bewerten. Irgendwie erinnern die Verhaltensregeln der Bahnchefin Evelyn Palla für die Bediensteten der DB an Verhaltensregeln für Frauen von der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker Silvester 2015/16 "Eine Armlänge Abstand". Es wird nicht Einfluss auf die eigentlichen Ursachen genommen oder diese beseitigt, sondern arbeiten uns an den Symptomen ab.

Manfred Gütschow, Roggentin, 14.02.2026

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