Ost-West-Konflikt

Solange an der Macht Politiker wie Chrustschow und Kennedy, Breschnew und Schmidt waren, die die Schrecken des 2. Weltkrieges erlebten, kam es letztlich zu Übereinkünften durch beiderseitige Zugeständnisse. Diese Kompromissbereitschaft gilt es heute zu verstärken, statt unter Missachtung früherer Zusagen immer mehr Nato-Kontingente bis an Russlands Grenze zu verlegen. Die nach dem 2. Weltkrieg in Südost- und Mitteleuropa entstandenen, mit der UdSSR verbündeten Volksdemokration sind jetzt Nato-Partner, die Sowjetrepubliken eigene Staaten, teils mit Nato-Mitgliedschaft. Kompromisse erfordern die Bereitschaft, sich in die Denkweise des Gegners zu versetzen. Russland wird niemals den »22.6.1941« vergessen, zumal die damalige Sowjetunion 27 Millionen Tote im Krieg zu beklagen hatte. Deshalb müsste sich niemand über die atomare Aufrüstung und Militärübungen Russlands, gemeinsam mit China und Belorus, wundern. Der Ukraine-Konflikt hat seine tiefere Ursache in der ungebremsten Nato-Erweiterung gen Osten. Recht hatte John F. Kennedy mit der Bemerkung: »Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.«