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Nur das Nötigste wird uns später leid tun

Das Bauprojekt Warnowbrücke wäre eine noch größere Attraktion, wenn sie nicht nur für den Fuß- und Fahrradweg konzipiert wäre. Ähnlich, wie auf der Seebrücke in Koserow, hätte ich mir auf einen dazu breiteren Teil einen Kiosk und Bänke zum Verweilen gewünscht. In Koserow hat man das und kann zum Beispiel Getränke beim Betrachten des Sonnenunterganges vor Ort beziehen. Auf der Warnow ebenfalls eine Aussicht bewundern zu können, wäre in ähnlicher Atmosphäre für Besucher und Einheimische ein unvergessenes Erlebnis. Ich sehe aber auch die jetzt entstandenen Baukosten, die sich meines Erachtens nur noch in Verbindung mit diesem Erlebniseffekt rechnen würden. Statt sich nach der Absage der BUGA auf ein Projekt richtig zu konzentrieren, will man in Rostock andere Großprojekte am besten gleichzeitig bedienen, so dass die Mittel für das entsprechende Projekt sich nur noch auf das Nötigste konzentrieren. So hat man die Brücke nur für den Durchgang geplant und die anderen Möglichkeiten ausgelassen, ein neues Theater für nur 650 Menschen im großen Saal, also gerade mal 100 Plätze mehr wie im alten Haus, und ein Archäologisches Museum will man auch noch irgendwie. Ich meine, ein Projekt richtig ist besser als mehrere halb! Über eine Nachnutzung des alten Hauses gibt es keinen Informationen, auch welchen Wert der alte Komplex hat. Will sich eine hochverschuldete Stadt dann einen Leerstand oder Abriss leisten?

Martin Krüger, Rostock, 28.10.2026

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