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< Zurück zur ÜbersichtDas KAT-Syndrom
Als in den 80er Jahren französische Autobauer den KAT auf den Markt brachten, tönte es von den deutschen Premium-Herstellern: So etwas brauchen wir nicht, wir bauen Motoren, die das unnötig machen! Ein Blick unter die heutigen Autos zeigt, wie die Geschichte weiter verlief. Diese Haltung von Realitätsverweigerung und Überheblichkeit findet gegenwärtig in unserem Establishment ihre Widerspiegelung, das heißt in den herrschenden Parteien einschließlich der Grünen sowie natürlich der Leitmedien. Kritik an ihnen als den Verantwortlichen für ihre jahrzehntelange Politik wird sofort als Angriff auf die Demokratie diffamiert. Dass Parteien sich befehden, ist normal, aber dem Wähler zu drohen, ist nichts als schäbig. Daher ist es schon verwunderlich, dass bisher nicht nach der Einführung eines Zweiklassenwahlrechts gerufen wird, um damit das richtige Ergebnis zu garantieren. Und es ist nichts als Erpressung, wenn aus God’s own country 2.0, dem Land, wo nach eigener Aussage die Welt ja noch in Ordnung ist, dem Osten mit der Kündigung des Länderfinanzausgleichs gedroht wird. Dabei möchte der mündige Wähler keinen Systemwechsel, wohl aber einen Politikwechsel. Wenn die herrschenden Parteien das nicht wollen oder können, dann bestraft sie eben das Leben. Wie kann es überhaupt sein, dass buchstäblich niemand Minister Pistorius auffordert, auch in seinem aufgeblähten Haushalt 10 Prozent einzusparen so wie das mit den Sozialausgaben für die Schwächsten in unserem Land geschehen soll? Warum fordert niemand die Reichsten auf, für ein paar Jahre wenigstens auf die Zinsen, nicht auf ihr Eigentum, zu verzichten? Stattdessen sollen wir uns darauf freuen, bald wieder die stärkste Armee in Europa zu haben, dass 2060 die Lebensunterschiede zwischen Ost und West überwunden sind und dass wir bis dahin mit dem künstlich herbeigeredeten Generationskonflikt leben sollen.
Rainer Sabisch, Boizenburg, 13.10.2026