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< Zurück zur ÜbersichtReise durch Jordanien
69 Reiselustige folgten der Einladung der Seniorenakademie 55 Plus, Dr. Krakowski auf seiner Reise zu begleiten, die er im Februar 2009 durchgeführt hat. „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber in Jordanien nicht“ – so stehen alle natürlichen und historischen Monumente auch noch heute auf/an ihrem Platz. Das Königreich Jordanien besteht seit 1946 als souveräner Staat. Es hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Auf 89.000 qkm bilden 11,5 Mio. Einwohner einen Vielvölkerstaat, in dessen Hauptstadt Amman allein 1,2 Mio. Menschen leben. 93% der Bevölkerung sind Muslime, da der sunnitische Islam Staatsreligion ist. Betreffs Aufnahme von Flüchtlingen steht Jordanien, auf seine Fläche bezogen, weltweit auf Platz 2. Aufgrund der vielen Wüsten und des wenigen Wassers sind nur 5% des Territoriums landwirtschaftlich nutzbar. Als Tourist bekommt man viel zu sehen. Im Archäologischen Museum der Hauptstadt sind 8.000 Jahre alte Gipsfiguren in menschlicher Größe zu bestaunen. Vom Zitadellenhügel blickt man auf das noch heute genutzte römische Theater mit mehr als 3.000 Plätzen. Asra ist eine Burg mit steinernen Drehtüren und in Stein eingemeißelten Tier- und Pflanzenmotiven. In Karana befand sich eine Karawanserei in einem Gebäude, in dem selbst Tiere aufgrund der sehr niedrigen Stufen in die oberen Etagen gelangten. 1933 fanden am Berg Nebo, südlich von Amman gelegen, Ausgrabungen statt, die in einer dreischiffigen Basilika wunderschöne Mosaiken freilegten. Der Berg ist ein wichtiger Pilgerort, soll doch hier Moses 1.500 Jahre vor der Zeitenwende seinen 12 israelitischen Volksstämmen das gelobte Land, in dem Milch und Honig fließen, gezeigt haben. In Madaba kann man die älteste in Mosaiken gefertigte Darstellung Jerusalems betrachten. Sehr interessant sind die Besichtigungen der sog. Wadi. Das sind Trockentäler mit einem nur manchmal wasserführenden Fluss. Das Wadi Mujeb ist mit 4 km Breite und 20 km Länge der Grand Canyon Jordaniens. Eine große Rolle spielten die Nabatäer vom 3. Jh. vor Christi bis zum 1. Jh. nach Christi. Sie schufen die berühmte Felsenstadt Petra, die mit bis zu 40.000 Einwohnern damals ihre Hauptstadt war. Sie wurde 1812 von einem Schweizer Forscher wiederentdeckt und gehört seit 2007 zu den Weltwundern der UNESCO. Und so hat das Land noch viel zu bieten, was Dr. Krakowski den Anwesenden in einem sehr schönen, mit passender Musik unterlegten Film, der in seiner exzellenten Sprache bis zum letzten Wort verständlich war, sehen ließ. Es war ein hochinteressanter Reisebericht. Das Publikum dankte ihm und auch Chr. Mattner für dessen technische Unterstützung mit herzlichem Beifall. Wolfgang Mengel, Seniorenakademie
Wolfgang Mengel, Stralsund, 23.09.2026