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Am 21. September 2019 verstarb mit 82 Jahren für uns völlig unerwartet der erste Deutsche im Weltraum Dr. Sigmund Jähn. Mit der Rakete Sojus 31 blieb er 7 Tage, 20 Stunden und 49 Minuten im All. 125-mal umkreister er die Erde. Er habe sich aber nie als Held gefühlt, sagte er in Gesprächen danach. Der gelernte Buchdrucker und begeisterte Flieger blieb immer ein angenehmer Gesprächspartner und war mit seiner Heimat, dem Vogtland, sehr verbunden. Wir Freunde der Raumfahrt Rostock waren sehr stolz, dass wir ihn 2013 und 2019 im Stadtteil Schmarl begrüßen durften. Es war für unseren Stadtteil ein gesellschaftlicher Höhepunkt. Sigmund Jähn bleibt in unserer Erinnerung, auch wenn er keine Auszeichnung in der BRD erhalten hatte und das neue Planetarium in Halle auch nicht seinen Namen erhielt. Dafür ist er in die Geschichtsbücher der BRD eingegangen, was man von den Personen, die solche Auszeichnungen ablehnten, nicht sagen wird. Alle deutschen Astronauten sprachen voller Hochachtung von ihrem Kollegen, der sie für ihre Flüge in den Weltraum mit vorbereitet hat. Wir bereiten gegenwärtig den zwölften Kinderraumfahrttag vor, der am 14. Oktober in Stadtteil Schmarl stattfinden wird und als Thema »65 Jahre – Aufbruch ins All« hat. Gleichzeitig wollen wir auch dem Thema der Raumfahrtwoche der UNO 2026 »Raketenrevolution« gerecht werden. Dazu werden unter anderem zwei interessante Vorträge in der Zeit von 10.30 bis 11.30 Uhr zu hören sein. Ein Vortrag beschäftigt sich mit der Beseitigung und Nutzung von Weltraumschrott im Weltraum. Beide Vorträge sind auch für interesssierte Personen öffentlich zugänglich. Man sollte sich aber vorher im »Haus 12« anmelden.
Hartmut Lindner, Freunde der Raumfahrt Rostock-Schmarl , 17.09.2026