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< Zurück zur ÜbersichtWahlkampfrituale
Schade um die Millionen. Der Stimmzettel bringt keine Änderung der chaotischen Zustände, weil Politik zum Selbstzweck, zum schmierigen Geschäft geworden ist. Weil die Gewählten in den warmen Sesseln, die für viele einige Nummern zu groß sind, sehr schnell ihre Eide und Wahlversprechen vergessen. Weil sie zu dienen mit verdienen verwechseln. Weil sie nach der Wahl zu Lakeien ihrer Millionenspender mutieren, werden sie keine Probleme lösen, denn sie leben in den Parlamenten nicht schlecht davon, dass sie nicht gelöst werden. Sie sind am Ende mit ihrem Latein, sie wollen es nur nicht eingestehen. Drei Millionen Arbeitslose, Firmenpleiten und Abwanderung sprechen eine deutliche Sprache. Auch nach dieser Wahl werden sie uns mit immer neuen finanziellen Raubzügen ausplündern, unsere Kaufkraft schmälern, unsere Lebenshaltung immer mehr verteuern, immer mehr fleißige Menschen in die Verarmung schicken. Ob 19 oder 190 Parteien zur Wahl antreten spielt dabei überhaupt keine Rolle. Die Parteien kennen das Volk nicht mehr, auch wenn sie im Wahlkampf im Schafspelz und mit Jacobinermütze mit ewig sich wiederholenden Phrasen wieder das Blaue vom Himmel versprechen, bleiben sie doch die gehorsamen Büttel des raubgierigen Kapitals. Erheben aber den Anspruch, Volksparteien zu sein, um den Wähler schamlos zu täuschen und gegen seine eigenen Interessen zu manipulieren. Dadurch sind sie die Nutznießer unserer immer mehr um sich greifenden Verarmung. Sie pfuschen an den Symptomen herum, ohne das Übel an der Wurzel anzupacken und zu beseitigen. Denn das, was viele der Gewählten Politik nennen, sind nur noch Futterkrippenkämpfe um das größere Stück Kuchen.
Franz Savatzki, Warnemünde, 15.09.2026