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Es war einmal ...

So fangen Märchen an, die man den Kindern erzählt. Heute versuchen viele Medien, jungen Menschen und Altbundesbürgern, die die DDR nie gesehen haben und bis heute nicht im Osten waren, weil sie glauben, das sei Sibirien, die DDR so zu erklären. Grundtenor dabei. die DDR wäre eine böse Diktatur gewesen, die durch die gute Demokratie der BRD besiegt wurde. Das Leben in dem Staat habe nur aus Mangel, Staasispitzel und politischer Diktatur bestanden, unter der die Bürger in Sack und Asche lebten. Sogenannte Comedians bezeichnen den Aufenthalt im Osten immer noch als Höchststrafe und das Westpublikum klatsch sich lachend auf die Schenkel. Es geht überhaupt nicht darum, Mängel und Fehler der DDR zu leugnen, aber es geht um eine gerechte Beurteilung des Staates, in dem 17 Millionen Menschen gelebt, geliebt, gearbeitet und gelacht haben. Sie fühlen sich noch heute von der falschen und überheblichen Beurteilung ihes Lebens gedemütigt. Ja, man musste zehn Jahre auf ein Auto warten, und es gab selten Bananen, aber es gab Brot für 51 Pfennig, Brötchen für 5 Pfennig, Benzin konstant an allen Tankstellen des Landes 1, 50 Mark und eine Straßenbahnfahrt für 10 Pfennig, um nur einiges zu nennen. Die meisten Westdeutschen wissen gar nicht, dass viele Waren, die sie billig gekauft haben, aus der DDR kamen. Wenn also alles so marode bei uns war, warum haben dann westdeutsche Wirtschaftsbosse um Termine nachgesucht und Regierungsvertreter immer wieder intern Kontakte gesucht? Und was die persönliche Unfreiheit angeht. In den Medien äussern sich dazu seltsamerweise immer nur solche Leute,wie Künstler, Kirchenvertreter, Widerständler und solche, die schon immer dagegen waren, aber alles Positive und Privilegien gerne genommen haben. Wie gesagt, es geht nicht um eine Glorifizierung der DDR. Es geht um ein wahres und historisch eingeordnetes Geschichtsbild, das den Menschen im Osten gerecht wird.

Karl-Heinz Fehrmann, Schwerin, 08.08.2026

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