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Tier und Mensch

Am 9. Juli 2026 unternahm ich, nach langer Planung, einen Besuch auf dem Robbenforschungszentrum der Universität Rostock. Vorbereitung ist für mich (88 Jahre), »meinen Rollator« und meine Begleitperson immer wichtig! Nun erlebten wir ein Fiasko der besonderen Art. Die Musik aus der Warnemünder »Strandkultur« erreichte uns in voller Stärke, so als ob ein Gerät neben unseren Ohren stand. Die Wahrnehmung der Tiere in ihrer Lebensart und auch in ihrer eigenen Sprache konnten wir nicht wahrnehmen. Diese sensiblen Tiere sind bereits durch die Zunahme des Schiffsverkehrs, auch in Hohe Düne, sehr belastet! Auch die Führungen durch die Studenten waren für uns nicht mehr verständlich hörbar – sehr, sehr traurig für Mensch und Tier. Bisherige Bemühungen des Professors dieser Einrichtung, eine kleine Beruhigung zu finden, waren umsonst. Mir ist nicht verständlich, warum vernunftbegabte Menschen keine Lösung für eine Linderung schaffen können. Irgendwann werden uns diese Tiere nicht mehr erfreuen können! Nebenbei: In diesen Monaten des Jahres muss die Einrichtung auch Geld verdienen. Wo bleiben Verständnis und Bildung?

Hilde Scholz, Warnemünde, 21.07.2026

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