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< Zurück zur ÜbersichtGibt es noch Hoffnung?
Man sagt ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber haben wir noch Hoffnung, ich glaube nicht. Wir steuern auf einen neuen Krieg hin. Wenn man einigen Leuten glaubt, müssen wir schon Unterkünfte bauen, Lebensmittel horten und an die Kriegsbereitschaft denken bzw. arbeiten. Diese dauernde Hetze und Einstellung auf den Krieg werden extrem vorangetrieben. Brauchen wir einen Krieg? Wie es scheint wohl doch, es geht nicht immer höher, schneller, weiter, irgendwann ist Schluss. Und durch den Krieg haben wir mal wieder einen neuen Anfang und alle Menschen denken nur ans Überleben und an Frieden, Frieden, Frieden. Wir werden es nie lernen, da bin ich Pessimist. Was ist ein Pessimist? Ein realistischer Optimist. Diese ganzen Schuldzuweisungen und Machtspiele kann man sich (im Fernsehen) nicht mehr mit ansehen. Da muss man ja Angst bekommen und man glaubt, wenn man die Wohnungstür aufschließt, dass schon ein Russe auf der Couch liegt. Das ist fast so wie die Ära vor dem Ersten Weltkrieg. Wie war damals der Slogan: Jeder Stoß ein Franzos, jeder Tritt ein Britt, jeder Schuss ein Russ. Natürlich fallen die ersten beiden weg, der Russe ist unser neuer Hauptfeind.
Helmut Preißendörfer, Schwerin, 22.06.2026