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Ich bin der Boss hier!

Mit diesen markigen Worten betrat US-Präsident Trump den Verhandlungsraum der G7. In gewohnter Selbstbeweihräucherung pries er sich dann als größten Staatsmann aller Zeiten und verteilte Watschen an die Europäer, die unzuverlässig seien und der Unterstützug der USA nicht würdig. Sein Vize Vantz legte dann noch schärfer nach und drohte mit dem Abzug von Truppen in großer Zahl. Und alle hörten artig zu, wie gescholtene Schlbuben. Deutsche Politiker, wie zum Beispiel Kiesewetter, meinten dazu in einer Talk Show, man dürfe Trump nicht widersprechen, das würde ihn verärgern und wäre schädlich. Mein Gott, was für eine kricherische Politik. Die offiziellen Medien und die Spitze der EU versuchen nun krampfhaft, diesen Gipfel ais großen Sieg der Einigkeit darzustellen. Wer aber etwas genauer hinschaut, erkennt leicht, dass die europäische Einheit immer mehr bröckelt und die Beziehungen einzelner Staaten sich weiter verschlechtern. Es geht um Geld, wachsende Probleme bei der Unterstützung der Ukraine, die Unsummen der Staatsvermögen verschlingt, und um strittige bilaterale Fragen. Hinzu kommt, dass Trump durch seine beleidigenden Aussagen zu einzelnen westlichen Staatsmänner, wie jüngst zu Meloni, Macron oder Merz, Dissonanzen schürrt. Egal wie der Konflikt in der Ukraine gelöst wird, eines hat Putin geschafft. Er hat das westliche Europa und die NATO in eine tiefe Krise gestürzt, die weitreichende Folgen über lange Zeit haben wird.

Karl-Heinz Fehrmann, Schwerin, 20.06.2026

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