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Energiewende

Antwort auf den Leserbrief "Wenn Ölkonzerne gewinnen ..." vom 21.05.2026

Werter Herr Ahrend, machen Sie es sich nicht zu einfach, nur die Gewinne der Ölkonzerne anzuprangern? Der allerschlimmste Preistreiber ist doch der gierige Staat, der den Bürgern schamlos in die Taschen greift. Zum Preis der Kraftstoffe kommt noch: Energiesteuer, CO₂-Steuer, Mehrwertsteuer, politisch gewollte Beimischung von zehn Prozent Ethanol (macht circa fünf bis sechs Cent und drei Prozent Mehrverbrauch – man diskutiert bereits über E 20 (!). Da sind wir bei circa 50 Prozent Steuern. Sie sehen, der Staat hat schon gehandelt, aber nicht im Sinne der Bürger. Jetzt redet man über Beimischungen bei den Heizmedien Gas und Heizöl, die sogenannte »Biotreppe«. Wieder eine staatlich vorgesehene Erhöhung ... Beim Strompreis haben wir ja eine ähnliche Situation. Da hat eine promivierte Physikerin dem Atomstromausstieg zugestimmt, weil wir in Deutschland ja jede Woche Erdbeben und Tsunamis haben. Ein gewisser Herr Trittin hat uns weisgemacht, der Atomausstieg kostet soviel wie eine Kugel Eis und ein Märchenerzähler hat der Atomindustrie den Todesstoß versetzt. Funktions­fähige Kraftwerke konnten nicht schnell genug außer Betrieb genommen werden. Man könnte an die Bilderstürmerei der Taliban erinnert sein. Der Stromkunde zahlt für Strom, der zwar erzeugt, aber nicht verbraucht werden kann, nur weil gewissen handelnden Personen nicht klar war, dass der Strom auch vom Norden in den Süden transportiert werden muss. Jetzt sollen die Lücke Gaskraftwerke schließen ... Eine dümmere Energiewende konnte man nicht organisieren. Wer bezahlt für diese Stümperei? Der Bürger! Eine letzte Bemerkung: Nehmen wir mal an, alle Autofahrer würden sofort E-Autos fahren. Abgesehen davon, dass die Ladeinfrastruktur nicht da ist (genug Strom wahrscheinlich auch nicht), dann würde der Verbrauch von Kraftstoffen brutal einbrechen, damit auch das Steuerergebnis. Aber bis dahin haben sich die Politiker schon wieder eine neue Steuer ausgedacht ...

Hans-Joachim Franke , ., 26.05.2026

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