Archiv
< Zurück zur ÜbersichtWärmewende mit Nebenwirkung
Wenn Klimapolitik im Stau steht: Rostock möchte klimafreundlicher werden - ein löbliches Ziel, das allerdings in der Praxis derzeit vor allem für erhitzte Gemüter sorgt. Im Rahmen des städtischen Fernwärmeplans haben die Stadtwerke seit Wochen und für Wochen die Lübecker Straße umfassend blockiert. Angeblich, um ganze drei Häuser an das Fernwärmenetz anzuschließen. Das Ergebnis dieser ehrgeizigen Klimapolitik zeigt sich jeden Morgen und Abend in Form endloser Autoschlangen, verpasster Termine und frustrierter Gewerbetreibender, deren Kundschaft im Stau feststeckt. Wer die Straße befährt, gewinnt zwar keinen Beitrag zur Energiewende, dafür aber reichlich Übung in Geduld. Natürlich ist es richtig, in nachhaltige Energieversorgung zu investieren. Aber nicht um jeden Preis, um jeden Hauseingang. Muss dafür eine Hauptverkehrsader über Wochen zur Wärmestaustelle der Stadt werden? Wenn das Ziel des Fernwärmeplans war, den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, wie heiß Engagement für den Klimaschutz werden kann - dann kann man nur sagen: Mission erfüllt! Mit freundlichen, aber inzwischen leicht erhitzten Grüßen
Anonym., Rostock (Name dem Verlag bekannt), 14.04.2026