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Gewalt oder gewaltlos

Das ist nicht die Frage. 1776 jagte die amerikanische Revolution die Briten aus Boston. M. L. King wurde erschossen. Heute, Trump: »... kann machen was i c h will!« Die EU und der deutsche Kanzler schauen zu, trotz Demütigungen wie bei den Nordstream Sprengungen. Die Abkopplung der Bundesregierungen von den Rohstoffen des Ostens seit Merkel wurden begleitet von Sanktionen und politischen Eskapaden. Diplomatie? Fehlanzeige, statt dessen: »Kriegstüchtigkeit« und Verschwendung von Steuergeldern. Das Ifo Institut stellte diese Woche fest, mit dem Sondervermögen (getarnte Schulden) wurden im wesentlichen Haushaltslücken gestopft und Rüstungsproduktionsprofite gesichert. Die Gefahr eines dritten Weltkrieges wächst. Statt der Gewaltfrage geht es um Lösungen auf der Basis des den nationalen Interessen übergeordneten Völkerrechts. Damit haben die »Willigen« und Apologeten regelbasierter (sprich westlicher) Ordnung ihre Probleme. Israel und Trump haben den Iran angegriffen. Wadephul meinte am 15.3.26, das Völkerrecht gilt nicht für den Iran. Statt Verurteilung befürchten die EU und die »Willigen« in ihrem UK Stellvertreter Krieg gegen die RF allein dazustehen. Dafür müssen auch in der EU alle auf »Linie« gebracht werden. In Ungarn wird schon massiv im Wahlkampf mitgemischt. Wir schicken zwar keine Kriegsschiffe in die Straße von Hormus, nehmen aber die Folgen des völkerrechtswidrigen Israel/Trump Angriffs auf den Iran und die Eskalation des Krieges in Kauf, in dem auch Selensky (Reuter) auf US Seite mitmischt. Der Krieg im Nahen Osten weitet sich weiter aus und schwächt die Weltwirtschaft.

Jürgen Schwarzenberg, Ludwigslust, 24.03.2026

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