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Die SPD hat bei den Wahlen in Baden Württemberg eine solche Klatsche bekommen wie noch nie. Knapp daran vorbei, unter die fünf Prozenthürde zu rutschen. Man sollte meinen, das würde bei der Parteispitze in Berlin den Reflex auslösen, sich nun mal ernsthaft und selbstkritisch zu hinterfragen, wo denn da die Ursachen liegen. Stattdessen aber solche Aussagen, die Grünen und die CDU hätten den Wahlkampf dominiert, da sei man in den Hintergrund geraten. Mit Blick auf die Wahl in zwei Wochen in Rheinland Pfalz werde man nun aber einen ganz anderen Wahlkampf der SPD erleben. Liebe Leute, nicht der Wahlkampf ist das Problem, sondern die Politik der Partei! Die SPD hat in den letzten Jahrzehnten immer mehr ihr Profil als Partei der "Kleinen Leute" verloren. Sie behauptet zwar, Volkspartei zu sein, aber für welches Volk? Um der Machterhaltung der Partei willen hat die SPD in Regierungen Entscheidungen getroffen oder mitgetragen, die alles anderes als zum Wohl des Volkes waren. Das bestraft der Wähler! Wenn die SPD nicht ihren eigenen Untergang organisieren will, sollte sie endlich wieder mal das Kreuz haben, lieber eine starke Opposition zu sein und sich verweigern, als sich von Grünen und CDU einnehmen zu lassen und damit die Verantwortung für eine Politik übernehmen zu müssen, "Genosse der Bosse" zu sein. Liebknecht und Bebel drehen sich derzeit beschämt in ihren Gräbern um.
Karl-Heinz Fehrmann, Schwerin, 09.03.2026