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Leserbrief »Es war einmal«, BLITZ vom 23. August Der Brief bekommt meine uneingeschränkte Zustimmung. Mich ärgert es schon lange, dass Menschen vom Westen unserer Vergangenheit aufarbeiten wollen, es ist einfach unerträglich, als wenn wir im Osten hinter dem Mond gelebt hätten. Ich möchte den Ausführungen von Herrn Fehrmann noch einiges hinzufügen: zum Beispiel dass im Osten alle eine Wohnung gehabt haben. Ich musste ziemlich lange warten, habe dann eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung im Neubaugebiet erhalten, zu vernünftigen Mieten, musste von dort täglich mit der S-Bahn fahren, das war aber nicht so schlimm, es war ein Siebeneinhalb-Minutentakt, für fünf Stationen. Aber ich hatte eine Arbeiter-Rückfahrkarte für noch nicht mal zehn DDR-Mark. Als Frau und Mutter bekam ich auch einen bezahlten Haushaltstag, und die Kinder einen bezahlbaren Krippenplatz/Kindergarten. Im Übrigen waren die Krippen und Kindergärten von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr am Abend geöffnet, was mit Sicherheit der Arbeit der Mütter geschuldet war. Der Zusammenhalt unter den Kollegen war viel besser als heute, es war menschlicher und außerdem hatten wir kaum Kriminaltität so wie es heute leider ist.
Petra Wörpel-Bauer, Rostock, 01.09.2026