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< Zurück zur ÜbersichtKrankenkassen und die Beiträge der Versicherten
Man will es nicht glauben, was da in den Tageszeitungen zu lesen ist: »Kassen verlieren Millionen mit Fonds«. Was durch eine Recherche herausgefunden wurde, ist katastrophal. Eine Reihe gesetzlicher Krankenkassen und Kassenärztlicher Vereinigungen soll Beitragsgeld der Versicherten (man spricht von 220 Millionen Euro und mehr) in umstrittene Immobilienfonds investiert und verloren haben und das schon vor Jahren – Geld, das sie verwahrt haben. Damit lässt sich zumindest zum Teil erklären, weshalb die Zusatzbeiträge seit Jahren kontinuierlich steigen, bei einigen Krankenkassen sogar »beträchtlich«. Bisher kann ich mich nur daran erinnern, dass immer wieder falsche Abrechnungen in Größenordnungen, auch aus der Corona-Zeit, reklamiert wurden, die mit dazu beigetragen hätten, dass die Kassen »klamm« sind. Nun kam im Zusammenhang mit der Krankenkassenreform die Offenbarung hinzu, dass der Staat seiner Verpflichtung, die Kassenbeiträge für Sozialleistungsempfänger zu zahlen, seit Jahren nicht nachgekommen ist, wie er es hätte tun müssen. Damit fehlte natürlich viel Geld im System. Jetzt aber auch noch zu hören, dass Millionen Euro verspekuliert wurden, lässt die Krankenkassenreform als einen »Witz« erscheinen. Hier geht es um riesige Beträge, die die Wirtschaftlichkeit einer Krankenkasse schon maßgeblich beeinflussen können. Da werden einerseits Beiträge »nicht« eingezahlt und andererseits wird Beitragsgeld durch riskante Investments »in den Sand gesetzt«, sodass sich mir die Frage stellt: Was genau soll denn jetzt eigentlich reformiert werden? Die Gesetze der Krankenkassen, die das Geld ihrer Versicherten leichtfertig verspekuliert haben? Und was passiert nun? Geht alles weiter, als wäre nichts geschehen? Wer übernimmt die Verantwortung für dieses Desaster? Wer trägt die Verluste? Gibt es Konsequenzen? Sind unsere Beiträge zukünftig noch sicher? Was sagt eigentlich die Politik dazu? Bisher hat sie sich dezent zurückgehalten. Man darf gespannt sein.
Anonym., Rostock (Name dem Verlag bekannt), 17.08.2026