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Das Pulver verschossen

Eigentlich muss man über die Nachrichten froh sein, dass den kriegsführenden Nationen die Munition ausgeht. Die USA haben im Iran-Krieg so viel Munition und Raketen verschossen, dass sie nach Einschätzung von Experten mehrere Jahre brauchen, um die Bestände wieder aufzufüllen. Trump sieht sich sogar gezwungen, Raketenlieferungen an Deutschland zu stoppen, die mit seinem Vorgänger Biden vertraglich vereinbart waren. Was deutsche Politiker in Panik versetzt, erfüllt mich mit Freude. Mit der Stationierung amerikanischer Raketen in Deutschland wären wir noch stärker das erste Ziel eines Krieges in Europa. Wir hatten das doch schon alles mal im Kalten Krieg. Amerikanische Pershing in der BRD, SS20 in der DDR und wir waren alle froh als dieser Spuk ein Ende hatte. Früher begründete man alles damit, dass das Gleichgewicht des Schreckens den Frieden erhalte, aber heute ist doch die Weltlage eine ganz andere. Es stehen sich nicht mehr zwei große Machtblöcke gegenüber, heute sind es die Machtinteressen einzelner durchgeknallter Staatsmänner, die nichts anderes verstehen als Gewalt und Krieg. Um so mehr muss doch Diplomatie und miteinander reden das Mittel zur Lösung von Konflikten sein. Manchmal möchte man an der Welt verzweifeln. Einstein hat wohl doch recht als er sagte, das All und die Dummheit der Menschen sind unendlich, wobei ich mir beim All nicht ganz sicher bin.

Karl-Heinz Fehrmann, Schwerin, 06.06.2026

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