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Als Rentner ist es schwer, die gegenwärtige Entwicklung in der Gesellschaft und der Arbeitswelt nachzuvollziehen. Technische Entwicklungen dienen nicht mehr der Verkürzung des Arbeitslebens, sondern sollen es verlängern. Sie verschmutzen zunehmend unser Meere und Gewässer, erwärmen das Klima, sorgen für steigende Kriegsgefahren, beseitigen nicht den Hunger in der Welt und erzeugen dadurch Migrationsbewegungen, die von niemanden gewollt sind. Welche gesellschaftlichen Kräfte sind eigentlich die Triebfedern dieser Entwicklung, die das Leben immer spannungsgeladener, unsozialer und letztendlich unmenschlicher für die gegenwärtige und nachfolgenden Generationen machen. Sind es noch die Regierungen und demokratischen Parlamente, die wir wählen oder sind es Börsenentwicklungen und weltweit agierende Finanzoligarchen, die sich als Staatspräsidenten ausgeben? Die angebotenen politischen blauen "Alternativen" sind ja nur eine andere Spielart bei unveränderten Gewinnverhältnissen und noch geringeren demokratischen Strukturen. Die Verlierer und Gewinner sind letztendlich immer die selben in dieser Gesellschaft. Wir, und damit meine ich uns alle, sollten unsere Umwelt,-Sozial,- und Wirtschaftshorizonte im Interesse einer friedlichen und gesunden Welt neu definieren und uns bemühe,n sie konsequent in unser tägliches Handeln umzusetzen. Man kann damit keinen "Blumentopf" gewinnen, aber ein gutes Gewissen und viel Zuversicht für eine glücklichere Zukunft dieser Welt.
Helmut Kranz, Schwerin, 26.05.2026