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< Zurück zur ÜbersichtDokumentarfilm »Kommunist«
Es war voraussehbar, dass der Film »Kommunist« des Filmkunstfestes in Schwerin Zustimmung und Widerspruch auslösen würde. Bewusste Vermittlung eines geschönten DDR-Bildes lautete der Vorwurf, der Filmautor habe sich positioniert, statt Geschichte zu zeigen. Verständlich, dass Leitung des Filmkunstfestes MV, Filmautor und die MV Filmförderung GmbH eine derartige Kritik zurückwiesen. Es ist ein künstlerischer Dokumentarfilm u.a. mit Bildern von Demonstrationszügen, die der damalige Kameramann aufgenommen, jedoch nicht inszeniert hatte. Die Kriegs- und Nachkriegsgeneration (auch ich gehöre dazu) kennt diese übertriebenen Aufmärsche im Gegensatz zur heutigen Generation, die sie nur in Filmen wie diesem sehen kann mit der Erkenntnis, welche Formen eine Ideologie, also Entwicklung und Inhalt der gesellschaftlich bedingten Gedankenwelt, annehmen kann. Seit Bestehen des Mediums Film gibt es derartige Filme, verwiesen sei nur auf die propagandistisch entstandenen Demonstrationsfilme der NS-Zeit, die wiederholt immer wieder im Fernsehen dem Zuschauer zugemutet werden. Sie sollen, verbunden mit dem Unterricht der Schulen, der Aufarbeitung der deutschen Geschichte dienen. Meiner Auffassung nach ist daher Kritik an der Vorführung des Films »Kommunist« zu kurz gegriffen.
Dr. Hans Bomke, Schwerin, 27.05.2026