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Die ganze heutige Problematik liegt in der Geschichte begründet. Die Europäischen Mächte haben mit der Begründung, die Zivilisation in die asiatischen amerikanischen und afrikanischen Länder zu bringen und dabei deren Völker, die Kultur und Lebensgrundlagen zerstört haben, so versuchen wir heute »Unsere Demokratie« in diese Länder zu exportieren bzw. ihnen aufzuzwingen. Die ist aber nicht förderlich was deren Zusammenhalt und Frieden betrifft. Wenn man bedenkt, dass nur 15 Prozent der Länder auf der Erde als demokratisch angesehen werden können, dann läuft wohl mit unserer Grundeinstellung etwas falsch. Überall wo wir unsere Doktrin eingeführt haben, gibt es nur Zerstörung, Zerfall und Chaos. Die besten Beispiele hierfür sind Afghanistan, Irak und Syrien. Wir sollten unsere imperialen Gedanken nicht weiterverfolgen, denn unsere eigenen Probleme sind für die Bevölkerung zurzeit wichtiger. Immer mehr Menschen sind von der hiesigen Politik enttäuscht, verbittert und wütend. Wenn das so weiter geht, wird die Gewalt weiter eskalieren und unsere Gesellschaftsform hat ausgespielt. Zuerst hatten wir die Diktatur des Proletariats und jetzt die Diktatur des Kapitals.
Helmut Preißendörfer, Schwerin, 24.04.2026