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Epstein und kein Ende

Jeden Tag in den Medien neue Enthüllungen im Epstein-Skandal, und vieles liegt bewusst noch nicht offen. Missbrauch von Frauen und Kindern ist ja leider inzwischen so etwas wie ein Freizeitvergnügen geworden, ob in der Familie, den Kirchen sozialen Einrichtungen u.s.w. Das ist furchtbar und abscheulich und spiegelt die Dekadenz der Gesellschaft deutlich. Aber eigentlich noch abscheulicher ist es im Fall Epstein, in dem die sogenannten "Oberen Zehntausend" der USA und Westeuropa verstrickt sind und die jahrzehntelang ihr Unwesen, unbehelligt von der Justiz und gedeckt von der Politik, treiben konnten. Es ist unglaublich, wie angeblich Edelblütige, Geldadel und Wirtschafts-und Politikbosse sich über jegliche Moral und Ethik hinwegsetzen, weil sie meinen, über dem Gesetz zu stehen. Und leider gelingt es skrupellosen Anwälten immer wieder, sie vor Bestrafung zu bewahren. Es ist auch ein Rätsel, wie die Völker der Staaten mit Königshäusern ermöglichen, dass die angeblich adeligen Personen, die eigentlich Repräsentanten des Landes sein sollen, auf deren Kosten ein solches unmoralisches Lotterleben führen können und sie auch noch verehren. In Deutschland wurde der Adel 1918 abgeschafft ,aber auch hier wird immer noch zu angeblich adligen Menschen, die ja besonders edel und vorbildhaft sein sollen, aufgeschaut, eine monarchische Nostalgie gepflegt, und mancher wünscht sich vielleicht einen Kaiser zurück, der alles befiehlt und das eigene Denken ersetzt.

Karl-Heinz Fehrmann, Schwerin, 27.02.2026

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