Archiv
< Zurück zur ÜbersichtEine Seereise als Auftakt
Zu Beginn des Frühjahrssemesters ´26 der Seniorenakademie Stralsund nahmen Dr. Krakowsky und seine Frau 98 Reiselustige mit auf eine Seefahrt mit MS Amadea, 1991 in Japan erbaut und für Phoenix Reisen fahrend, auch bekannt als das „Traumschiff“ aus der gleichnamigen ZDF-Serie. Ausgangspunkt waren die Kleinen Antillen, erstes Ziel Guadeloupe, eine der Inseln über dem Winde. Nebst paradiesisch traumhaft schönen Stränden trafen die Touristen freundliche und lebenslustige Menschen mit einer multikulturellen Vergangenheit. Sehenswert die Kathedrale St. Peter und Paul in der Hauptstadt Pointe-`a – Pitre. Die Insel Dominica wird häufig von schweren Hurrikanen heimgesucht, als Mahnmal gilt ein auf ein Auto gestürzter Baum. Auf den interessanten Märkten bieten die Einheimischen ihre exotischen Früchte und die Gaben des Meeres an. Nach einem kurzen Aufenthalt auf St. Vincent mit seiner Hauptstadt Kingstown wurde Aruba, eine der Inseln unter dem Winde, angesteuert. Die sog. A-B-C-Inseln (Aruba, Bonaire, Curacao) werden auch als Niederländische Antillen bezeichnet. In Oranjestad verbreiten die herrlichen Giebelhäuser ein europäisch-niederländisches Flair. Um 1824 wurden hier 1350 t Gold gewonnen. Die jährlich 1,5 Mio. Touristen, unter ihnen 500.000 Kreuzfahrer, können in den Parks zahlreiche Leguane beobachten. Im Nordosten Kolumbiens ist Santa Marta der wichtigste Bananenhafen des Landes, für die Besucher waren die Blattschneideameisen sehr interessant. Der 1783 in Caracas geborene Freiheitskämpfer Simon Bolivar hat auch hier seine Spuren hinterlassen. Die ca. 370 San Blas Inseln (autonomes Gebiet) bilden einen Archipel vor der panamaisch-kolumbianischen Küste. Die hier 25.000 lebenden Menschen (Kuna oder Tule) werden von einem Stammesrat regiert. Mädchengeburten lösen Freudenfeste aus, während Jungen als notwendiges Übel hingenommen werden. Bei der Weiterfahrt entlang der backbord liegenden Küste kam nun der 82 km lange und 1914 eröffnete Panama-Kanal in Sicht. Die Durchfahrt von der Karibik in den Pazifik bringt für die Seeleute ca. 10.000 km Ersparnis. Seit 2007 ist der Kanal beidseitig befahrbar. Der über Schleusen betriebene Wasserweg ist ein technisches Meisterwerk. Sogen. Mulis (45 t schwere Dieselloks mit zwei Motoren bis zu 290 PS als Zahnradbahn) werden mit den Schiffen vertäut und ziehen diese durch die Schleuse (Eigenantrieb nicht gestattet), in der die Schiffe 26 m angehoben werden. Eine Schleusenfüllung durch nachlaufendes Wasser aus dem Gatun-See beträgt 101.000 Kubikmeter Wasser. Der Kanal endet in Panama-City, und noch vor der Stadt fährt man unter der Amerikabrücke hindurch, die per Panamericana Nord- und Südamerika miteinander verbindet. In Costa Rica führte eine kleine Waldbahn mit kleinen Hindernissen durch den Regenwald. Nicaragua hat viele Vulkane, und allein 10.000 qkm seiner Fläche sind mit Seen bedeckt. In Acapulco(Mexiko) endete die Reise. Sehr aufregend war die Beobachtung der Todesspringer, die für ein Almosen von den Touristen für sie aus 35 m Höhe ins Wasser springen. Dr. Krakowsky ließ uns alle an einer sehr schönen Reise teilhaben, deren Reportage er mit einer wunderbaren, zu jeder Szene passenden Musik unterlegte. Ein sehr schönes Erlebnis, für das das Publikum ihm und seiner Frau mit herzlichem Beifall dankte. Wolfgang Mengel, Seniorenakademie
Wolfgang Mengel, Stralsund, 26.01.2026