Archiv
< Zurück zur ÜbersichtZukunftsvisonen
Wir befinden uns in einer (gar nicht) fernen Zukunft, wir schreiben das Jahr 2050. Alle, die den letzten Krieg überlebt haben, werden in einem KIZ (Krankenindustriezentrum) behandelt. Die Krankenkassen sind bis auf vier Klassen abgeschafft. Alle Personen ab 18 Jahre tragen einen Chip im linken Arm. Krankenkasse A – Politiker, Manager, Krankenkasse B – Beamte, Angestellte, Krankenkasse C – Arbeiter, Rentner, Krankenkasse D – Arbeitslose, Obdachlose. Bei einem KIZ-Besuch müssen alle Personen einen Scanner benutzen, damit die Daten ausgelesen werden können. Erst nach einer positiven Bestätigung öffnet sich eine Tür für die Patienten. Für die Patienten A und B öffnet sich ein Aufenthaltsraum, der mit Sesseln ausgestattet ist. Eine Blonde sehr feminine Frau reicht den männlichen Patienten eine Tasse Kaffee in Porzellantassen. Bei den Frauen steht ein maskuliner Typ für die gleiche Dienstleistung zur Verfügung. Beim Typ C und D stehen im Aufenthaltsraum Korbstühle und ein Wasserspender mit Pappbecher zur Verfügung. Die Aufforderung zur Behandlung der Patienten erfolgt durch eine Durchsage, sichtbar auf einen Bildschirm. Der Behandlungsraum wird durch KI bewirtschaftet, hiervon gibt es zwei Stück, für die jeweiligen Krankenkassen. Nach dem Gespräch werden, wenn nötig, Medikamente verschrieben die gleich abgebucht werden. Bei einem kleinen Eingriff gibt es einen OP-Saal mit einer KI als Operateur. Nach erfolgter Behandlung geht es über eine Rampe zu einer Haltestelle für selbstfahrende E-Autos, die den Patienten bis zur Haustür fahren. Die Medikamente werden durch eine Drohne zur Haustür geliefert. Sollte es bei einer OP zu einem Todesfall kommen, stehen schwarze Autos an der gleichen Rampe. Die Verstorbenen werden zu einer Biogasanlage gebracht. Sollten Implantate vorhanden sein, werden diese entfernt und recycelt. Sind noch Verwandte vorhanden, gibt es einen Gutschein für das recycelte Material, der zum Einkaufen bei allen Shops und im Internet berechtigt.
Helmuth Preißendörfer, Schwerin, 23.01.2026