Leserbriefe lesen

Stellungnahme zur Krisenführung

In einer Zeit, in der die Stadt vor großen Herausforderungen steht, erwarten die Bürgerinnen und Bürger entschlossenes Handeln und sichtbare Führung. Stattdessen vermittelt der verantwortliche Amtsträger den Eindruck, persönliche Erholung stünde im Vordergrund. Aussagen wie „den Kopf freikriegen“ und öffentliche Freizeitaktivitäten sind in einer Krise fehl am Platz und wirken wie ein Zeichen von Schwäche. Gerade jetzt wäre die Einrichtung eines Krisenstabs zwingend notwendig gewesen – als Signal der Handlungsfähigkeit, als Struktur für schnelle Entscheidungen und als Ausdruck von Verantwortung gegenüber der Bevölkerung. Wer diese Verantwortung nicht wahrnimmt, verliert das Vertrauen der Bürger. Die Konsequenz ist klar: Entweder durch sofortige Maßnahmen und transparente Kommunikation das Vertrauen zurückgewinnen – oder den Weg für eine Führungskraft frei machen, die bereit ist, die Pflicht über persönliche Bedürfnisse zu stellen.

Peter Ahrend, Ostseebad Sellin, 08.01.2026

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.