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< Zurück zur ÜbersichtStromausfall in Berlin
Der großflächige Stromausfall im Südwesten Berlins hat zehntausende Haushalte und Betriebe tagelang lahmgelegt. Menschen sitzen ohne Heizung, ohne Internet und ohne funktionierende Infrastruktur in ihren Wohnungen – mitten im Winter. Währenddessen wirkt es befremdlich, dass Politik und Verwaltung die Dramatik herunterspielen. Die anfänglich zurückhaltende Berichterstattung verstärkt den Eindruck, dass die Sorgen der Bürger nicht ernst genommen werden. Es ist richtig und wichtig, internationale Solidarität zu zeigen, etwa durch die Lieferung von Stromaggregaten in Krisengebiete. Doch ebenso wichtig ist es, die eigene Bevölkerung nicht im Stich zu lassen. Wer in Berlin tagelang friert, erwartet mehr als beschwichtigende Worte – er erwartet konkrete Hilfe, transparente Kommunikation und eine ehrliche Debatte über die Sicherheit unserer Infrastruktur. Dieser Vorfall zeigt, wie verletzlich unsere Versorgungssysteme sind. Er sollte Anlass sein, endlich über Notfallpläne, Vorsorge und die Verantwortung der Politik gegenüber den eigenen Bürgern zu sprechen. Ich appelliere an Medien und Verantwortliche: Berichten Sie umfassend, handeln Sie entschlossen und zeigen Sie, dass die Menschen in Berlin nicht allein gelassen werden.
Peter Ahrend, Ostseebad Sellin, 05.01.2026