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< Zurück zur ÜbersichtVersteckte Belastungen für Verbraucher
Immer wieder wird von Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger gesprochen – zuletzt durch sinkende Strompreise. Doch die Realität sieht anders aus: Kaum spüren Haushalte eine kleine Senkung, werden sie an anderer Stelle sofort wieder belastet. Wassergebühren, Müllentsorgung und andere kommunale Dienstleistungen steigen kontinuierlich. Gleichzeitig bedienen sich Lebensmittelkonzerne manipulativer Methoden wie „Shrinkflation“ – kleinere Packungen zum gleichen Preis – oder versteckter Preiserhöhungen. Das Ergebnis ist ein Ungleichgewicht: Verbraucher zahlen mehr, während Unternehmen ihre Gewinne sichern. Besonders einkommensschwache Haushalte geraten dadurch zunehmend unter Druck. Die versprochene Entlastung verpufft, das Vertrauen in Politik und Wirtschaft schwindet. Es braucht endlich klare Regeln und Transparenzpflichten. Preisänderungen müssen nachvollziehbar kommuniziert werden. Shrinkflation und versteckte Gebühren gehören gesetzlich unterbunden. Vor allem darf politische Verantwortung nicht länger darin bestehen, Entlastungen zu verkünden, die durch neue Belastungen sofort zunichte gemacht werden. Die aktuelle Praxis ist eine Schande für unser Land. Bürgerinnen und Bürger verdienen echte Entlastung – keine Taschenspielertricks. Nur durch Transparenz, faire Lastenverteilung und konsequenten Verbraucherschutz kann Vertrauen zurückgewonnen werden.
Peter Ahrend, Ostseebad Sellin, 03.01.2026