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Zuckersteuer

Die Absicht, etwas für die Gesundheit des Volkes zu tun, ist zwar richtig, aber nur die halbe Wahrheit. Was wird geschehen? Die Hersteller werden die höheren Kosten auf den Preis aufschlagen, und der Verbraucher, der nun mal gerne seine Limo usw. trinkt, muss blechen. Doppelter Gewinner: der Staat. Er kassiert vom Hersteller und vom Verbraucher. Der für alle bessere und gesündere Weg wäre, die Lebensmittelindustrie zu zwingen, den Einsatz von schädlichen Stoffen zu reduzieren, bevor das Produkt überhaupt die Marktzulassung erhält. Natürlich müssen Lebensmittel schmecken, aber es muss nicht sein, dass einem nach drei gefüllten Waffeln schlecht wird vor Süße. Das gleiche Problem besteht doch auch bei Wurst und Fleischwaren. Manches ist so versalzen, dass eine Scheibe Wurst den Tagesbedarf an Salz deckt. Aber Salz bindet Wasser und das Gewicht stimmt, mit weniger Fleischeinsatz. Das alles ließe sich durch entsprechende Vorgaben und Kontrollen durch die Lebensmittelkontrolle vermeiden. Die Hersteller hätten keinen Schaden davon, denn sie würden die Materialkosten senken. Der Verbraucher würde die Produkte trotzdem kaufen, weil sie heute viel gesundheitsbewusster sind und man sich an positive Veränderungen gern und schnell gewöhnt. Das aber würde bedeuten, dass sich die Regierung und das Parlament mit der mächtigen Industrie anlegt, in deren Aufsichtsräten viele Abgeordnete ihr Zubrot erhalten. Da ist es leichter, eine Steuer zu erfinden, die nach außen gut aussieht, aber heimlich dazu gedacht ist, die selbstverschuldeten Riesenlöcher der Staatskasse zu stopfen und weiter dafür ausgegeben werden kann, Waffen zu kaufen und Kriege zu finanzieren. Es lebe die gesunde Menschheit!

Karl-Heinz Fehrmann, Schwerin, 17.10.2026

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