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< Zurück zur ÜbersichtGedanken zum Welttierschutztag
Am 4. Oktober war der Welttierschutztag. Anlass, an die an wehrlosen Tieren verübten Grausamkeiten zu erinnern und daran zu appellieren, diese zum Wohle der Tiere und aus ethischen Gründen zu beenden. Wir leben in einem Zeitalter mit vielen Konflikten. Wir leben auch in einer Zeit der Aufklärung über Tierschutz durch die Medien. Naturschutz ist Tierschutz und Tierschutz ist Menschenschutz. Die Bestrebungen, aus den Nutztieren so viel wie möglich Gewinn zu erzielen, führte und führt weiterhin zu bitteren Ergebnissen. Die Industrialisierung der Landwirtschaft hat zur Folge, dass vielen für das ökologischen Gleichgewicht nützlichen Tierarten der Lebensraum genommen wird. Bestimmte nützliche Tierarten wurden sogar ausgerottet. Die Massentierhaltung hat sehr oft große Schattenseiten. Die Tiere werden auf engstem Raum qualvoll gehalten, mit Hormonen zum unnatürlichen Wachstum oftmals mit Fehlbildungen herangezüchtet und mit Antibiotika aufgepäppelt. Es wurden von Wissenschaftlern so genannte Turbokühe gezüchtet, die qualvoll dahinvegetieren aufgrund ihrer unnatürlichen Züchtungen. Gehen wir mit den Nutztieren sorgsamer, rücksichtsvoller um, wird sich das auch auf die Gesundheit der Menschen positiv auswirken, da der Menschen durch die Nahrungskette alle Schadstoffe, auch die Stresshormone, bedingt durch die rücksichtslose Massentierhaltung und den grausamen im Akkord vorgenommenen Schlachtprozess der Tiere, in seinen Körper aufnimmt. Nachweislich macht das die Menschen krank, sie bekommen Diabetes, Kreislauferkrankungen, Demenz, Krebs und anderes. Es gibt schrecklich viele Beweise, aus denen hervorgeht, dass Erwachsene und leider auch Kinder schon resistent sind gegenüber Antibiotika. Die Umwelt wird durch die Massentierhaltung ebenfalls stark belastet durch die Gülle und den überdurchschnittlichen Methanabgang. Enttäuschend ist es zu hören, dass die Rostocker Bürgerschaft das Wildtierverbot für den Zirkus wieder aufheben will, obwohl erst im vergangenen Jahr durch dieselbe Bürgerschaft ein entsprechendes Verbot erlassen wurde. Wir empfinden es als charakterlos, nicht zu seinem Versprechen zu stehen. Wenn in der Stadt Hameln ein Gerichtsurteil zugunsten eines klagenden Zirkus erlassen wurde, ist das noch lange kein Grund hier in Rostock das Wildtierverbot aufzuheben, sondern darum zu kämpfen, es weiterhin durchzusetzen und nicht den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Dagegen zeigen die Grünen Charakter und stehen zu dem festgesetzten Wildtierverbot. Wir fordern mehr Respekt der Politiker gegenüber unseren Mitgeschöpfen – den Tieren – um Leid bei Menschen und Tieren aus den aufgezählten Gründen zu vermeiden und zu verhindern. Wir danken allen, die in den vergangenen Jahren durch ihre Opferbereitschaft den wehrlosen Geschöpfen Hilfe entgegengebracht haben.
Barbara Linkis im Namen der Tiere und Tierschützer, Vorsitzende des Vereins Tiere in Not e. V. , Warnemünde, 14.10.2026