Der Kaktus Drabble vom Baltikpoet aus Rostock

„Auf einer sonnigen Fensterbank stand ein kleiner Kaktus namens Karl. “
„Er war mit scharfen Stacheln übersät und blickte oft traurig zu den bunten Tulpen hinüber. “
„Niemand wollte ihn berühren. Eines Tages vergaß die Besitzerin für Wochen das Gießen. “
„Die stolzen Tulpen ließen bald die Köpfe hängen, verwelkten still. Nur Karl blieb kräftig und grün. “
„Als die Besitzerin zurückkehrte, bereute sie ihre Vergesslichkeit. Da geschah ein Wunder: “
„Karl öffnete eine wunderschöne, pinke Blüte. Seine Stacheln blieben, doch alle sahen nur noch seine innere Pracht. “
„Er war endlich stolz darauf, genauso zu sein, wie er war.“
®Manfred Basedow, 12.10.2026, Rostock