Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Zwischen Ratlosigkeit und Kunstanspruch

26.05.2011, Karlheinz Schmidt

Bereits im Januar 1997 ging es in einer öffentlichen Diskussion, damals noch im bestehenden »Kleinen Haus«, um die Zukunft des Volkstheaters. Im Brennpunkt stand das Mehrspartentheater und der benötigte Jahres­etat von 33,5 Millionen Mark.

Es kam, zwar untergeordnet, das seit Jahren schwelende Thema – Theaterneubau – zur Sprache. Ohne Erfolg!

Nachdem nun 13 Jahre ins Land gezogen sind, eine erneute Debatte. Hoffentlich mit Erfolg!

Ohne belehrend zu sein, bin ich der Meinung, dass die Standort-Diskussion fast ein Ablenkungsmanöver ist. Müssen wir nicht erst die Bürger/-innen unserer Hansestadt für einen neuen, modernen Theater-Neubau motivieren, denn sie sind die zu erwartenden Besucher. Wenn wir nicht das Fußball-Stadion hätten und müssten ein neues bauen, würde die Entscheidung in kürzester Zeit fallen.

Wie können wir die Einwohner Rostocks, als auch die des Umlandes zu einer finanziellen und materiellen Solidarität mit dem Vorhaben gewinnen? Wenn unsere Stadtvertreter in Schwerin finanzielle Unterstützung beantragen, ist es doch ganz selbstverständlich, dass wir Bürger auch unseren möglichen Beitrag geleistet haben.

Mit der Standort-Diskussion können wir, wenn nötig, uns noch ein paar Jahre amüsieren, zumal die von der Bürgerschaft beschlossene vorläufige Lösung schnell Gewohnheitsrecht werden könnte.

Keiner hat bisher die Frage gestellt: Muss das Theater im Stadtzentrum stehen? Kann es nicht auch in Warnemünde, Gehlsdorf, Südstadt oder in den so genannten Satelliten-Stadtteilen stehen? Nachdenkenswert?!?

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