Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Zur Erhöhung der Hundesteuer

11.10.2013, Alexander Schneider

Ich bin dafür, dass die Mittel des Haushaltes finanzierbar sind, aber nicht mit einer Abzockermethode, wie sie jetzt in der Bürgerschaft beschlossen wurde. Die Abgeordneten der Bürgerschaft sowie die Ämter in der Stadtverwaltung sollten ihre Hausaufgaben machen, es gibt genügend Potenzial, die Stadtkasse aufzufüllen. Es sollten die Hundehalter, die ihre Hunde NICHT angemeldet haben, konsequent zur Kasse gebeten werden. Das Stadtbild von Rostock wird mehr und mehr von illegalen Sperrmüll­ecken dominiert, weshalb wird da nicht härter durchgegriffen und die Verursacher zur Kasse gebeten. Diese Liste könnte man unendlich erweitern. Es ist aber einfacher, den ehrlichen Steuerzahler und Bürger immer wieder mit neuen Erhöhungen zu belasten, der wird es schon schlucken. Dazu kommt, wer keine Lobby hat, der hat schon verloren in diesem System. Der Slogan »MV TUT GUT« trifft nur auf die zu, die es sich leisten können, hier Urlaub zu machen. Zurück zum eigentlichen Thema, die Hundesteuererhöhung. Zum Vergleich: in München, die reichste und teuerste Stadt Deutschlands, kostet der erste Hund im Jahr 100 Euro. In Hamburg, auch nicht gerade eine arme Stadt, kostet der erste Hund 90 Euro. In Rostock, die »drittreichste Stadt« wird sie auf 108 Euro erhöht – willkommen im Club der Millionäre!

Ich hoffe, der nächste Bürgerschaftsabgeordnete wird beim Verlassen seiner Bürgerschaftssitzung in einen riesengroßen Hundehaufen treten, damit er weiß, wofür er die Hundesteuererhöhung beschlossen hat.

»mV tut gut« (meine Verantwortung tut gut) – jeder Bürger in der Gesellschaft trägt eine Verantwortung, ob Hundehalter, Hausbesitzer, Unternehmer oder Hartz IV-Empfänger.

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