Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Zum Ja gezwungen?

12.03.2012, Maik Baalhorn, Hagenow

... ich bin Mitglied der Stadtvertretung in Hagenow.

In Ihrem Artikel schreiben Sie, dass »jede Menge Stadtvertreter nicht richtig lesen und daher auch nicht richtig begreifen können«. Hiermit möchte ich bestätigen, dass ich und auch meine politischen Kollegen, sowohl lesen als auch begreifen können. Bekanntlich gab es auf der letzten Hagenower Stadtvertretersitzung ein mehrheitliches Votum gegen den Antrag der Bürgermeisterin auf Hinausschieben des Ruhestandes bis zum Ende der Amtszeit. Auch wir, die Stadtvertreter, sind vom Bürger gewählt und vertreten verschiedene politische Lager mit den jeweiligen Interessen. Als Mitglied der CDU Fraktion sehe ich mich daher meinen Wählern verpflichtet und werde somit eine andere Partei mit meinem Abstimmungsverhalten, nicht für solch ein wichtiges Amt, unterstützen. Vielmehr ist es so, dass wir als Stadtvertreter, durch den Gesetzgeber gezwungen werden sollen, mit »Ja« zu stimmen. Wir leben jedoch in einer Demokratie, welche auch immer die Möglichkeit vorsieht, mit »Nein« oder »Enthaltung« zu stimmen.

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.