Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Zum "Gesudel"

14.05.2018, Wolfgang Mengel, Stralsund

Zum „Gesudel“

Sehr geehrter Herr Jens Voigt, Ihre Zuschrift ist mir Anlass für ein paar kurze Gedanken. Jeder, der die Artikel liest, hat natürlich seine eigene Sichtweise dazu. Das steht jedem frei und ist ganz normal. Ihre Anregung, das Alter zu vermerken, ist okay. Ich habe das selbst schon einmal angeregt, doch darauf ist leider niemand eingestiegen. Natürlich sprechen hier verschiedene Generationen. Jede hat ihre Erfahrungen, und ich meine, dass die heutige Jugend oder jüngere Generation klug genug ist, das Gelesene einzuordnen. Andererseits wissen wir Älteren zu schätzen, dass man heute etwas äußern kann, was vor allem ganz oben nicht immer auf Gegenliebe stößt. Und es ist gut, dass es eine Plattform für diesen Gedankenaustausch gibt. Bitte nicht daran rütteln! Meine Generation (ich bin 75) und noch einige Ältere, die sogar noch im 2. WK an der Front waren, haben mindestens zwei, im äußersten Fall sogar drei verschiedene politische und gesellschaftliche Systeme miterlebt. Auch wir haben unsere Erfahrungen in diesen Systemen gemacht, und die können gut oder weniger gut sein. Wichtig ist ein Austausch dieser Erfahrungen, denn sie sind nützlich für die weitere Entwicklung der Gesellschaft. Es gibt den sinngemäßen Spruch, dass es wichtig ist, die Vergangenheit zu kennen und nicht zu vergessen, damit Gegenwart und Zukunft besser gestaltet werden können, als die Vergangenheit es ggf. war. Es geht m.E. immer darum, die Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Und insofern legen die Altvorderen vielleicht den Finger einmal mehr auf ein Problem, um den Jüngeren etwas mit auf den Weg zu geben, das vielleicht (ganz natürlich) noch nicht im Blickfeld liegt oder wahrgenommen wird. Es sind gut gemeinte Hinweise, es sollen keine Belehrungen sein.

Wolfgang Mengel, Stralsund

 

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