Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Wo bleiben die Aschen und Schlacken der Rostocker Müllverbrennung?

25.01.2018, Günter Hering, Rostocker Initiative für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft und gegen Müllverbrennung e. V.

Die Aschen und Schlacken der Vattenfall-MVA landen auf der Deponie Spoitgendorf, Gemeinde Plaaz. Diese Deponie soll um 16 ha erweitert werden (offenbar auch, um die Aschen der beabsichtigten Klärschlammverbrennungsanlage in Rostock aufzunehmen). Es wird ein förmliches Genehmigungsverfahren einschließlich UVP durchgeführt: www.stalumv.de/mm/Service/Bekanntmachungen-nach-BImSchG/Bereich-Abfallwirtschaft/.

Durch die Erweiterung wird die Autobahnraststätte "Recknitz-Niederung" an drei Seiten vollständig eingeschlossen. Dem Ort Spoitgendorf rückt die Deponie bis auf 600 m auf die Pelle. Auch die Wasserfassung Mierendorf erscheint gefährdet, zumal keine besonderen Maßnahmen zu deren Schutz ausgewiesen sind (wie schnell ingenieurtechnische Maßnahmen versagen können, zeigen das Kölner Loch, die A20 bei Demmin und auch die Petersdorfer Brück zu genüge).

Die Genehmigungsunterlagen können nur bis zum 9.2.18 eingesehen werden, Widerspruch ist nur bis zum 21.2.18 möglich.

Es gibt viel zu lesen, aber das dürfte sich lohnen. Kein Bürger sollte davon ausgehen, dass andere ihm die Arbeit abnehmen. Gerade wegen des Umfanges der Unterlagen ist das sehr unwahrscheinlich. Besser ist Arbeitsteilung beim Lesen - sprecht Euch untereinander ab, wer was liest und kritisch bewertet!

Weiteres zum Verfahren und über Gegenargumente Schritt für Schritt auf mvahro.wordpress.com (am besten kostenlos abonnieren).

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