Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Wirtschaft hilft

18.11.2010, Joachim Hoppe
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Bürgerschaft verunsichert Verein"
im Rostocker Blitz vom 14.11.2010

Den Feststellungen in diesem Artikel stimme ich vollinhaltlich zu. Auch der Tatsache, dass viele Bürgerschaftsabgeordnete und Angestellte in den betreffenden Ämtern nicht wissen, was die Arbeit des Fördervereins Jugendschiff LIKEDEELER für die Jugendarbeit bedeutet. Möglicherweise ist im Jugendhilfeausschuss, bedingt durch die darin vertretenen großen Sozialverbände viel Lobbyismus im Spiel.

An dieser Stelle sei aber darauf hingewiesen, dass sich zumindest die Fraktion Unabhängiger Bürger für Rostock (UFR) bei einem Arbeitsbesuch an Bord vom Vereinsvorsitzenden Wolfdietrich Barmwoldt umfassend über die prekäre Lage unterrichten ließ. Nicht auszudenken, wenn auf Grund massiver Mittelkürzungen die beiden pädagogischen Kräfte entlassen werden müssten. Das wäre das Aus für die Jugendarbeit. Mit den geringen Erträgen des einzigen deutschen Schullandheims ließe sich aber auch das Schiff nicht mehr erhalten. Wollen es die Bürgerschaftsabgeordneten verantworten, dass nach dem Pionierschiff »Vorwärts« ein weiterer Zeuge der maritimen Traditionen unserer Hansestadt Rostock verschrottet werden muss?!

Wie in vielen anderen Fällen auch sind es Vertreter der Wirtschaft, welche die verantwortungsvolle Arbeit von Vereinen unterstützen. So werden bereits zum zweiten Mal das Areal des Schullandheimes und das Schiff MS LIKEDEELER vom 1. bis 3.4.2011 Außenstandort einer maritimen Messe sein. Genutzt werden sollen Flächen und Liegeplätze, das Deck für Aktionen und Gastronomie, aber auch der Saal sowie Übernachtungsmöglichkeiten des Schiffes. Diese Aktivitäten werden hoffentlich dem Verein als Partner für die VIVA BOOT & Freizeit, finanzielle Möglichkeiten für die weitere Vereinsarbeit ermöglichen. Für die Besucher, besonders die Schmarler Einwohner, wird es viel zu sehen und erleben geben, u.a. Seenotrettungsübungen und Regatten auf der Wasserfläche der Warnow vor dem Schiff. Wir hoffen sehr, damit auch dem Verein die Möglichkeit zu geben, seine Aktivitäten der Jugendarbeit öffentlich zu präsentieren. Es bleibt zu hoffen, dass nun endlich auch Bürgerschaftsabgeordnete und ortsfremde Senatoren, die weder das Schiff noch den Verein kennen, die Möglichkeit nutzen, bei einem Besuch mehr Sachkenntnis zu gewinnen.

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