Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

WIRD MENSCHHEIT INS ALL AUSSIEDELN?

03.11.2019, Peter Jungnickel, Rostock

Zum VORTRAG von Prof. Dr. Dieter B. HERMANN am 17.10.19 um 18.00 Uhr auf dem TRADI zum THEMA: „WIRD DIE MENSCHHEIT IN DAS WELTALL AUSSIEDELN?“

 

Im Namen der Freunde der Raumfahrt wurden die Anwesenden und der Gastredner herzlich zu dieser ersten Veranstaltung im Rahmen der „Nordischen Wochen der Raumfahrt und Weltraumforschung 2019“ in Rostock willkommen geheißen.

Das Engagement verschiedenster Partner hatte dieses Ereignis ermöglicht.

Die Freunde der Raumfahrt Schmarl/Groß Klein waren Veranstalter - finanziell großzügig unterstützt durch das Stadtteilbüro Schmarl aus dem Programm „Die soziale Stadt“.

Das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock war Ausrichter, übernahm das Honorar für den Referenten und ermöglichte eine erste Auswertung in geselliger Runde mit einem ansprechenden Imbiss in der Offiziersmesse des Schiffes.

Dem Organisationsteam „Raumfahrt Concret“ / „Initiative 2000 plus e.V.“ aus Neubrandenburg gebührt der Dank für Auswahl des Themas und Vermittlung des Referenten.

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Schwerpunkte waren:

Wissenschaft und Technik, die Notwendigen einer Aussiedelung, Endlichkeit von Rohstoffen der Erde, Probleme der Energiegewinnung, das Bevölkerungswachs-tum.

Ausgehend von den Aussagen anerkannter Wissenschaftler und großer Denker der Vergangenheit, einschließlich von Autoren utopischer Literatur spannte der Referent, Prof. Dr. Herrmann den Bogen zu neuesten wissenschaftlichen Er-kenntnissen und Theorien zum uns bislang zugängigen Universum.

„Terraforming“ – (Schaffung erdähnlicher Bedingungen auf anderen Planeten), z.B.: dem Mars und einer veranschlagten Dauer für diesen Prozess von 100.000 bis eine Million Jahre, um dann u.U. nur einen atmosphärischen Druck um 2% gegenüber der Erdatmosphäre zu erreichen, zeigte die „Hilflosigkeit“ und war in der anschließenden Diskussion sofort Ansatz seitens der Zuhörer, für den Schutz der Erde zu plädieren.

Die rasante Anzahl neu entdeckter Exoplaneten (z.Z. ca. 4.000) in Entfernungen vieler Lichtjahre, Probleme möglicher Kontaktaufnahmen, das NICHT-Wissen, ob es einen bewohnbaren darunter gibt und ob dortige Bewohner den Menschen u.U. sogar überlegen sein könnten, waren weitere auf wissenschaftlicher Basis, hervorragend artikulierte und anschaulich untermalte Ausführungen seitens des Professors.

Für die Zuhörer war es in jedem Fall ein unterhaltsamer Vortrag, der zu weiteren eigenen Überlegungen anregt.

Es dürfte außer Frage stehen, dass DIE Menschheit zukünftig Außenposten in gewaltigen Entfernungen zu unserem Heimatplaneten zu wissenschaftlichen Zwecken unterhalten und auch interstellare Flüge unternehmen wird.

Dass „DIE (gesamte) Menschheit“ einmal bei Notwendigkeit aussiedeln wird, darf aus heutiger Sicht stark bezweifelt werden. Das war aber nicht mehr Gegenstand des Vortrages. Dieser Gedanke birgt darüber hinaus die Gefahr der Vernachlässi-gung des Schutzes unseres Planeten unter dem Motto: „Dann siedeln wir eben um.“

Dipl.-Ing. Kapitän Peter Jungnickel

Moderation im Auftrag der

Freunde der Raumfahrt Schmarl/Groß Klein

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