Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Wir sind das Volk?

11.08.2014, Inge Kolthof, Boizenburg
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Gauck lässt Diäten steigen"
im Schweriner Blitz vom 11.08.2014

Zu »Gauck lässt Diäten steigen« Blitz vom 27. Juli.

Der ehemalige Pastor hat mittlerweile die Ärmeren und Ärmsten vergessen? Freiheit – wie wahr – ein hohes Gut, nur sollte niemand von einer unermesslichen Träumen. Nicht zum Spruch verkommen darf: »Gesetze gelten für Jedermann gleich.« Wobei der Ehrliche oder Arme der Dumme ist?

In der Tat – wo bleibt der Aufschrei: »Wir sind das Volk!«? Demokratie wünschen wir uns bereits seit Kriegsende 1945. Sie gibt es nicht, ist meine Erkenntnis. Der Mensch an sich ist einfach zu »ich«-bezogen, rücksichtslos – das fängt bei den Oberen, Regierenden an, er ist zu unehrlich, auch phlegmatisch sich selbst und anderen gegenüber – beten bzw. Kirchgang allein helfen da keineswegs. Nur wer steht gegen die Lobisten auf? Es ist erschreckend, wie sie in vergangenen Jahren an der Zahl in gewissen Sparten zunahmen: Beamte, Banker, Ärzte, Unternehmer. Sie alle sind ihrem Kreise verbunden, haben Schweigepflicht gegenüber jedem Außenstehenden. Ist das nicht schön?! »Macht« ist das Zauberwort. Was ist »Gerechtigkeit«? Benötigen wir noch mehr Armut oder wieder Krieg? Auch das Flüchtlingsproblem ist noch längst nicht bewältigt. Als ehemaliger Politiker zu sagen: »Die Mohammedaner gehören zu uns«, finde ich reichlich naiv, weltfremd. Mit einer Person einer anderen Religion kann ich als Christ in gutem Bezug stehen. Aber bei der Religion scheiden sich die Geister – zumindest zur Zeit noch erheblich der Muslime. Und da sind wir wieder bei den Gesetzen. Die Rahmenbedingungen, dass sie gehalten werden müssen, fehlen, sie sind teils antiquiert, sind in gegensätzlichem Wortlaut - für Schlupflöcher abgefasst, sodass man sie als bequemer Mensch bzw. Schlitzohr nicht halten muss. Die Gesetzgeber wissen nicht, dass sie durch eine Formulierung, deren Texte sie wieder »aufweichen«, bei z.B. Kontrahenten erst recht Streit hervorrufen. Oder der Reiche muss nicht in den »Bau«. Die Gesetze sind nur für die Gutmütigen, somit die Dummen? Jeder kennt den Spruch. Wie nur wollen wir Frieden erlangen bei allen möglichen dehnbaren und nicht erfüllen müssen den Richtlinien und Aufgaben? Vergeht uns das Lachen auch ohne Staatsverbot – wie es in der Türkei für Frauen befohlen werden soll? Ja, ganz richtig, mein Zorn u.a. auf sogenannte Vorgesetzte – von denen ich Bürger seit gut einem Jahrzehnt abhängig bin - ist immens. Ganz einfach Pflichtbewusstsein, Ehrlichkeit, Anstand fehlen. Vom Betrug wird Tür und Tor geöffnet. Ist das nicht schön? Daher lautet meine Nationalhymne jetzt: »Freiheit, Freiheit über alles ...« Seit Jahren ist mein Denken und Reden: »Warum wird Ethik nicht an Schulen unterrichtet!? Über Religion lässt sich bekanntlich bis aufs Messer streiten. Mein Wunsch: Gott – der alles sieht – steht uns bei und Allah – als groß gepriesen – den Mohammedanerinnen. Mit freundlichem Gruß - Grüß Gott und Salam.

Inge Kolthof, Boizenburg

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