Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Windkraftanlagen vor Warnemünde

12.01.2016, Torsten Plitt

Bei tv.rostock fand zum Jahreswechsel eine Diskussionsrunde mit dem Energieminister Pegel und dem Vorsitzenden des »Freier Horizont« Schuhmacher (ein Zusammenschluss von über 50 Bürgerinitiativen in MV, welche sich für menschenwürdige Mindestabstände von Wohnbebauung zu Windkraftanlagen einsetzt) statt. Darin spielte Herr Pegel die Größe der vor Warnemünde entstehenden Windkraftanlagen (WKA) herunter und verglich den in Planung befindlichen Windpark mit dem bereits vorhandenen Windpark Baltic 1 vor dem Darß. Baltic 1 befindet sich aber 16 Kilometer von der Küste entfernt. Ein Mindestabstand mit welchem sich wohl auch die meisten Bürger unseres Landes identifizieren können. Die entstehenden Windeignungsgebiete vor Warnemünde befinden sich aber innerhalb der 3-Meilen-Zone. Laut Planungskarte des Ministeriums entstehen dann aber die ersten 240 Meter hohen WKA ca. 2,5 km vom Strand entfernt. Durch die neuen Windparks in der Ostsee findet auch immer eine Industrialisierung der Landschaft statt, außerhalb bisheriger Industriegebiete. Der Windpark vor Warnemünde ist nicht der einzige welcher vor der Küste MV innerhalb der 3-Meilen-Zone entstehen soll. Flächendeckend wird die Ostseeküste in den nächsten Jahren unter der Regie von Pegel industrialisiert werden. Die Folge, eine flächendeckende Industrielandschaft am Strandvon MV. Herr Pegel spielte die wahre Größe der Windkraftanlagen in der Diskussionsrunde herunter, indem er zwischen Daumen und Zeigefinger die WKA als ein 1 cm großes Nichts darstellte. Die Wahrheit ist, dass 240 Meter hohe Industrieanlagen ab 2,5 km vor dem Strand vor Warnemünde sich verheerend auf das touristische Bild von Mecklenburg-Vorpommern legen werden.

www.vernunftkraft.de

www.freier-horizont.de

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