Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Windkraftanlagen! Erst ein Mindesabstand von 15 km zu Wohnsiedlungen ist nachweislich unbedenklich!

09.05.2019, Beatrice Schulenburg Ludwigslust, Ludwigslust

Wir benötigen eine Alternative zu den Kernkraftwerken - diese Alternative muss durchdacht und geprüft sein- zum Wohle der Menschheit und darf nicht im Ergebnis erneut zum gesundheitlichen Risiko führen, wofür nachweislich die Windkrafträder stehen!

Es ist ein fataler Fehler, den schön geredeten Argumenten von Politikern, Windkraftbetreibern bzw. Energieversorgern, Glauben zu schenken, weil sie aufgrund völlig veralteter Gefahreneinschätzungen, die längst bewiesenen Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier, die von technisch erzeugtem Infraschall ausgehen, aus wirtschaftlichem Interesse leugnen.

Dr. med. Thomas Carl Stiller, Facharzt für Allgemeinmedizin und Mitbegründer von ‘Ärzte für Immissionschutz’(AEFIS), schreibt auf der Website des Deutschen Arbeitgeberverbandes:

„ Infraschall - der Bumerang der Energiewende“

„....Die Folgen von technisch erzeugtem Infraschall werden erst allmählich verstanden.

Etwa 10-30 Prozent der Bevölkerung sind für Infraschall empfindlich. Diese Menschen, in Deutschland mehrere Millionen, entwickeln zahlreiche Symptome, die wir Ärzte erst allmählich zuordnen lernen. Die niederfrequenten Schwingungen aus Kompressoren und Windkraftanlagen erzeugen bei diesen Menschen Stressreaktionen, die sich u.a. in Schlafstörungen, Übelkeit, Tinnitus, Sehstörungen, Schwindel, Herzrhythmusstörungen, Müdigkeit, Depressionen und Angsterkrankungen, Ohrenschmerzen und dauerhaften Hörstörungen äußern. Psychologisch gesehen kommt es u.a. zur Schädigung der Haarzellen des Corti Organs der Hörschnecke und zu Dauerreizungen in Hirnarealen wie z.B. dem Mandelkern (Amygdala, Angstzentrum X2). Wirkungen auf Herz und Gefäße mit krankhaften Veränderungen des Bindegewebes in den Arterien am Herzbeutel (Pericard) wurden bei langjährig Schallexponierten und im Tierversuch nachgewiesen(3).......“ Viele andere warnen, ebenso die Bundesärztekammer, vor diesen Gefahren.

Dänemark, einst Musterland der Windkraft, hat aufgrund gesundheitlicher Probleme von Mensch und Tier und den daraus resultierenden wachsenden Widerstand der Bevölkerung, den Ausbau von Windkraftanlagen gestoppt. Das sollte uns zu denken geben.

Denn dieses ist Warnung genug, wir sollten in eigenem Interesse nicht die gleichen Fehler machen, denn die Gesundheit ist unser höchstes Gut!

Windkrafträder in der Nähe von Wohnsiedlungen, Nutztieren , Biotopen bedeuten mehr Schaden als Nutzen! Entsprechende Studien liegen auch in Deutschland vor!

Ich schaue auf die MV Karte mit den vielen eingezeichneten Windeignungsgebieten und sehe mich in Kürze umzingelt von Windkraftanlagen. Sollte dieser Alptraum wahr werden, sehe ich nur einen Ausweg. Meine Familie und ich werden Mecklenburg Vorpommern verlassen, schweren Herzens, zumal wir hier geboren und aufgewachsen sind und auch in MV studiert haben. Unsere jüngste Tochter studiert zu Zeit noch in MV und wollte sich in MV selbständig machen und Arbeitsplätze schaffen.

Unser aktuelles Hauskaufvorhaben in Ludwigslust haben wir jedenfalls zunächst gestoppt.

Wir hoffen noch auf ein Wunder und appellieren an die Vernunft.

Denn schon Sokrates (470 - 399 v. Chr.) verkündete u.a folgende Weisheit in Bezug auf Gerechtigkeit, die auf heute anwendbar ist:

„.....Die Herrscher sind eben auch nur Menschen und können auch irren! Sodass ein Gesetz dass sie erlassen haben, ihnen schadet, und die Untertanen, die das Gesetz befolgen, handeln dann ungerecht....“

Ich hoffe sehr, dass die Politiker ihren Fehler erkennen und dass wir, ihre Wähler, ihnen dabei helfen, indem wir den Irrtum aufklären, bevor es zu spät ist.

Durch Windkraftanlagen werden wenige reich und viele Menschen krank!

Ich fordere größere Abstände von Windkraftanlagen zu Wohnsiedlungen und Nutztierställen, laut Studien* wäre ein Mindestabstand von 15 km unbedenklich!

*"Die in Satakunta und Nordösterbotten, Finnland durchgeführte Pilotstudie zeigt, dass die durch Infraschall verursachte Einwirkungen durch Windkraftanlagen erst in einer Entfernung von mehr als 15 Kilometern von Windkraftanlagen deutlich abnehmen. Die Studie wurde im Frühjahr 2016 von der Finnish Association for Environmental Health (SYTe) durchgeführt." Ouelle Internet :Pilotstudie Finnland

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