Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

„Wenn man weiß, wer der Böse ist, hat der Tag wieder eine Struktur.“

10.03.2015, Helmut Weber, 19057 Schwerin

Feindbilder haben eine Funktion. Vor allem, wenn man Macht ausüben will. Feindbilder sorgen dafür, Massen zu lenken. Daher ist das Kreieren von Feindbildern die Voraussetzung, wenn man plant, einen Krieg zu beginnen. Vor allem, wenn man es bei der eigenen Bevölkerung mit Menschen zu tun hat, die Krieg vollständig ablehnen. Und doch ist niemand sicher davor, in Mitleidenschaft gezogen zu werden, wenn in seinem Umfeld ein frisch gezimmertes Feindbild greift.

 

Schon Joseph Goebbels empfahl, über den Hebel „Feindbild“ auch die Pazifisten in einem Volk mental fit für den Krieg zu machen. Alles, was man tun müsse, sei einen äußeren Feind zu erfinden, und jeden, der diesen Feind nicht bestätigen würde, als Vaterlandsverräter zu brandmarken. Diesem sozialen Druck würde jeder Pazifist früher oder später nachgeben. Ein massiv vermitteltes Feindbild hat also enorme Kraft und ist in der Lage, selbst Weltkriege der Bevölkerung schmackhaft zu machen.

 

Wladimir Putin ist ein Macher, Macho, Zar und Star, coole Sau und weiser Patriarch der Alleskönner in der Champions League der Weltpolitik.

All das hat Putin in den westlichen Medien zu einer Unperson und den Kreml zu einer Bastion des Bösen gemacht.

 

Für unsere Meinungspolizei in unserem Land, ist Putin die Verkörperung des Bösen.

 

Aber ist er es auch wirklich oder gaukelt man uns nur etwas vor, um uns von rücksichtsloser Interessen der untergehender Weltmacht USA abzulenken.

 

 

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