Mecklenburger Blitz Verlag

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Weniger „Sprudel“ auf dem Alten Markt, dafür Pflege von Kulturgut

07.07.2012, Ulf-Harry Kugelmann, Stralsund

 

Es geht nur um 2.000 Euro, die Schwerin nicht mehr zahlen will. Dabei hatte sich Stralsund über die Jahre an diese jährliche Überweisung doch so gewöhnt, wie an eine Droge. Aber jetzt ist Schluss.

Anstatt sich zu sagen:“ Na und, das schaffen wir zukünftig auch aus eigener Kraft, zeigt sich der OB-Vertreter „entsetzt“.

Wahres Entsetzen führt normalerweise bei vielen zum Herzstillstand. Glück gehabt!

 

Hier ist jetzt Gelassenheit angemessen, denn was ist das alles schon im Angesicht der Ewigkeit? Übrigens, zu den Eigenschaften eines Hanseaten gehören u.a. Zurückhaltung und die Fähigkeit zur Selbstironie.

 

Für die „begehbare Pfütze“, die in Kürze in Betrieb genommen werden soll, sind jährlich bis zu 10.000 Euro Betriebskosten veranschlagt.

 

Hier lassen sich, auf das Jahr gesehen, „locker“ 2.000 Euro für das Stadtarchiv einsparen. Einfach w e n i g e r „herumsprudeln.“

In vielen Städten Deutschlands sind aus Kostengründen Brunnenanlagen schon längst abgeschaltet.

Auffallen dürfte das wohl kaum, schließlich gibt es im Umfeld des Alten Marktes für Besucher zweifelsohne INTERESSANTERES zu sehen, als das mit ca. 335.000 Euro Städtebaufördermittel (Steuergelder) und mehrheitlicher Zustimmung der Bürgerschaft gebaute „Feuchtgebiet“.

 

Ulf-Harry Kugelmann, Stralsund

 

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