Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Weniger Flüchtlinge - ein Verlust für Deutschland?

28.03.2016, Wolfgang Mengel, Stralsund

Die Balkanroute ist dicht, es kommen weniger Flüchtlinge. Sicher ein Drama für die, die in Idomeni und anderswo festsitzen und nicht weiterkommen. Sie sind auch nur Getriebene ohne Einfluss! Das ist sehr bedauerlich! Der Antwerpener Bürgermeister hat neben der Kritik an den inneren Zuständen Belgiens vor allem die Öffnung der EU-Grenzen durch Frau Merkel als epochalen Fehler bezeichnet. Herr Steinmeier bedauert die Schließung der Balkanroute und die mangelnde Solidarität der daran beteiligten Staaten. In der abendlichen Berichterstattung der öffentlichen (Fernseh-)Leitmedien am Ostersonnabend (u.a., dass so viele Auffangmöglichkeiten leer stünden) hatte ich den Eindruck, als wäre ein Bedauern heraus zu hören, dass nicht mehr so viele Einwanderer nach Deutschland kommen. Wir haben aus der Sicht der letzten Tage Riesenprobleme im großen Haus "EU" und vor eigenen Haustür "Deutschland". Der Deal mit der Türkei ist äußerst fragwürdig - aber wir sollten doch erst mal die derzeitige Situation akzeptieren. Kontrolle zur eigenen Sicherheit muss sein! Wir haben ein Heer von weit über 2 Mio. Arbeirslosen, aus dem die Wirtschaft schöpfen kann. Und wenn das nicht ausreichend erscheint wegen Mangels an hochqualifiziertem Personal, dann ist unsere Bildungspolitik gründlich zu hinterfragen, warum wir das nicht selbst auf die Beine bekommen (der Föderalismus ist hier ein einziges Hindernis). Der Appell geht nach wie vor an die Politiker, dass drindendst die Ursachen für die Flucht der Menschen beseitigt werden müssen!

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