Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Weitere Krisen vorprogrammiert

28.12.2011, Heinz Walter

Zum Thema Bewältigung der Krise, die Volkswirtschaften und Finanzmärkte vernichtet:

Leider ist es so, dass es nicht einmal eindeutige Analysen über die Ursachen der Krise gibt. Deshalb können eingeleitete Maßnahmen auch nicht zielgenau sein. Unabhängig davon ist mindestens ein Dreiklang notwendig aus:

- sinnvollem Sparen durch die Staaten und ihrer Kommunen (kein Kaputtsparen),

- Rahmenbedingungen für alle Akteure, insbesondere für Banken,

- Investitionsförderung zur An­kurbelung der Wirtschaft vor allem durch innovative und wettbewerbsfähige Produkte.

Außer Sparmaßnahmen wurde bisher nichts Wesentliches be­schlossen. Damit sind zwangsweise weitere Krisen programmiert und die Staaten werden durch die Ratingagenturen weiter abgestuft mit allen negativen Folgen.

Da die Politiker offensichtlich nicht fähig sind, die anstehenden Probleme zum Wohle der Mehrheit des Volkes zu lösen, frage ich mich, wo die vielen Intellektuellen der Wirtschaftswissenschaften mit ihrer Meinung sind? Wo sind ihre wissenschaftlich begründeten Analysen und Konzepte? Vornehme Zurückhaltung ist in Anbetracht der Größe der Probleme fehl am Platze. Oder sind die Wirtschaftsweisen von der komplexen globalisierten Wirtschafts- und Finanzwelt überfordert?

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