Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

wegen Ukraine/Russland_leserbriefe vom 25.05.

26.05.2014, Anonym, Rostock (Name dem Verlag bekannt)

Menschen wie Sie sind am Ende daran Schuld, wenn es in der Ukraine knallt. So einseitig, wie Sie „argumentieren“ waschen Sie eine der beteiligten Konfliktparteien rein, ohne auch nur eine Silbe der kritischen Auseinandersetzung mit dieser. Das Feindbild steht, diesem Feindbild ist alles unterzuordnen. Da galoppiert dann der Konjunktiv. Der böse Westen macht vielleicht das, was das und das nach sich ziehen könnte, womit am Ende vielleicht die und die Konsequenzen verbunden wären. Russland findet in einem Halbsatz statt. Dabei streitet nicht mal mehr Moskau ab, Völkerrecht gebrochen zu haben. Das ist Ihnen egal. Im Zweifel haben es die „anderen“ ja auch schon gemacht. Einer Seite geht es um Machtzuwachs, um Ausdehnung der Einflusssphäre, um alles Schlechte, was Ihnen so einfällt. Welche Motive die andere Seite treiben könnten, welche Strukturen sich dort an der Staatsspitze gebildet haben, welche Historie diese Herrschaften in Tschetschenien, Ossetien, Abchasien aufzuweisen haben, findet bei Ihnen überhaupt nicht statt. Ebenso wenig die Frage, warum gerade Russland die besondere Opferrolle innehaben soll, wo doch sonst mit den Pseudosozialisten in Venezuela ebenso Handel getrieben wird, wie mit den Kommunisten in Peking, den Scheichs im Nahen Osten oder den Diktatoren Schwarzafrikas. Großartige Bestrebungen, menschenfeindliche Regime abzusägen, sind da nirgends zu erkennen, so lange der Umsatz da ist. Aber mit Russland soll es so sein. Mit Ihrer Einseitigkeit stellen Sie einen Persilschein aus. Macht, was ihr wollt. Solange es gegen den und den geht, macht ihr es richtig. Nicht mit einer Silbe fordern Sie ernsthaft Mäßigung von Moskau. Ein Steinmeier kann einem leid tun, wenn er ein Land vertreten muss, an dessen Basis Ihre Meinung kein Einzelfall ist. Der politische Extremismus, wie er aus Ihren Beiträgen trieft, macht mir Angst. Die Kriegstreiber sind Sie.

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.